Wann Du mit dem Rep beginnen solltest
Jun 18, 2026Du studierst Jura, hast das Grundstudium hinter Dir und merkst, dass das Staatsexamen näher rückt. Die Frage, die jetzt fast jede:r stellt: Ab welchem Semester sollte ich eigentlich mit dem Repetitorium beginnen? Zu früh ist riskant, weil Du dann womöglich mit halbem Wissensstand in einen Kurs gehst, der Dich überfordert. Zu spät ist genauso riskant, weil dann die Zeit für eine seriöse Examensvorbereitung fehlt.
In diesem Artikel bekommst Du eine klare Orientierung, wann der richtige Zeitpunkt für Dein Repetitorium kommt, welche Faktoren wirklich entscheiden und was Du in den Semestern davor schon tun kannst, um den Start sinnvoll vorzubereiten.
Optimaler Startzeitpunkt: Zwischen dem 5. und 7. Semester
Der Standardzeitpunkt für den Start in das Repetitorium liegt zwischen dem 5. und 7. Fachsemester, also nach Abschluss des Hauptstudiums. Die meisten Studierenden in Deutschland legen ihr Erstes Staatsexamen zwischen dem 9. und 10. Semester ab. Wenn Du das Repetitorium klassisch zwölf Monate vor dem Schreibtermin beginnst, landest Du also im 7. bis 8. Fachsemester.
Wichtig: Die Semesterzahl allein ist kein verlässlicher Indikator. Entscheidend ist Dein Wissensstand, der konkrete Schreibtermin in Deinem Bundesland und Deine Lebenssituation. Diese Punkte schauen wir uns jetzt einzeln an.
Die wichtigsten Faktoren für den richtigen Zeitpunkt
1. Dein Wissensstand
Ein gut funktionierendes Repetitorium setzt voraus, dass Du im BGB AT, Schuldrecht AT, Sachenrecht, Strafrecht AT und im Staatsrecht eine solide Wissensbasis hast. Das heißt nicht, dass Du diese Gebiete perfekt beherrschen musst, aber Du solltest die Fächer schon mal gehört haben. Nicht jede Wissenslücke kann in einem Rep geschlossen werden. Dafür ist der Stoff zu umfangreich und die Dauer der Examensvorbereitung zu kurz.
2. Der Schreibtermin in Deinem Bundesland
Das Erste Staatsexamen wird nicht in allen Bundesländern gleich oft pro Jahr geschrieben:
- Nordrhein-Westfalen schreibt rund 9 bis 10 Schreibtermine pro Jahr, mit fast monatlichem Einstieg
- Hamburg schreibt etwa 6 Termine pro Jahr
- Die meisten anderen Bundesländer haben 2 Schreibtermine pro Jahr, meist im Frühling und Herbst
Daraus folgt: Wer in NRW oder Hamburg studiert, hat mehr Flexibilität beim genauen Examenstermin und kann den Rep-Start entsprechend flexibel ansetzen. Wer in einem Bundesland mit nur zwei Terminen studiert, sollte deutlich strategischer planen, weil eine Verschiebung um sechs Monate gleich ein halbes Jahr Wartezeit bedeuten kann.
3. Freischuss-Regelung
In fast allen Bundesländern gibt es den sogenannten Freischuss (auch „Freiversuch" genannt): Wer das Erste Staatsexamen vor Ablauf einer bestimmten Semestergrenze (meist 8. Fachsemester) ablegt und nicht besteht, dem wird der Versuch nicht angerechnet. Im Erfolgsfall kann man die Note zudem in einem Verbesserungsversuch noch verbessern. Diese Regelung solltest Du bei der Festlegung Deines Schreibtermins berücksichtigen und dann vom Schreibtermin entsprechend zurückrechnen.
4. Schwerpunktbereich vor oder nach dem Examen?
Eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Start der Examensvorbereitung relevant wird lautet: Schwerpunkt vor oder nach dem Examen?
- Schwerpunkt vor dem Examen: Du schließt Schwerpunkt im 5. bis 6. Semester ab und startest danach mit dem Repetitorium ins staatliche Examen.
- Schwerpunkt nach dem Examen: Du beginnst das Repetitorium früher und legst zuerst den staatlichen Teil ab, dann erst den Schwerpunkt.
Beide Reihenfolgen sind möglich, beide haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass Du Dich vorher entscheidest, weil das den Rep-Startzeitpunkt deutlich beeinflusst. Gänzlich davoan absehen solltest Du Schwerpunkt und Examensvorbereitung parallel zu absolvieren.
Tipp: Schwerpunkt vor oder nach dem Examen? Die Entscheidungshilfe
5. Deine Lebenssituation
Das Repetitorium ist eine zwölfmonatige Vollzeitvorbereitung. Wer einen umfangreichen Nebenjob, ein zeitintensives Praktikum oder andere Verpflichtungen hat, kann das Rep kaum parallel stemmen. Plane lieber vorher, wie Du diese zwölf Monate freischaufeln kannst, statt während der Vorbereitung in Konflikte zu geraten.
6. Kosten eines Repetitoriums
Verglichen damit, dass deine Job-Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich steigen je besser deine Note im Examen ist, ist ein Repetitorium eine gute Investition. Dennoch sind Repetitorien nicht günstig. Ein Repetitorium ist nicht günstig. Wenn du es dir finanziell nicht leisten kannst, lohnt sich ein Blick auf Stipendien oder einkommensabhängige Finanzierungsmodelle, die genau für diese Situation gemacht sind.
Welches Repetitorium solltest Du wählen?
Sobald Du den richtigen Zeitpunkt für den Rep-Start gefunden hast, kommt die zweite große Frage: Welches Repetitorium passt eigentlich zu Dir? Wichtige Kriterien sind die Kosten und ihre Transparenz (Hauptkurs, Klausurenkurs und Crashkurse einzeln oder als Paket), der vermittelte Klausurfokus, die persönliche Begleitung, die Flexibilität des Formats (Präsenz, Online, hybrid), die Qualität der Dozent:innen am Standort und die Bewertungen früherer Teilnehmer:innen. Welche Anbieter es gibt und worauf Du im Detail achten solltest, findest Du in unserem ausführlichen Vergleich der Repetitorium Jura Anbieter.
Was Du in den Semestern vor dem Rep schon tun kannst
Wenn Du gerade im 3. oder 4. Semester bist und Dich auf das Rep vorbereitest, gibt es einige Dinge, die Du jetzt schon machen kannst:
- Klausuren ernst nehmen. Jede Hausarbeit und Klausur im Hauptstudium ist eine Trockenübung für das Examen. Wer hier schon sauber Gutachten schreibt, hat es im Rep deutlich leichter. Zur Klausurvorbereitung im Grundstudium eignen sich die Semesterpakete für das Grundstudium von Legalexo.
- Gute Noten anstreben. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil eine gute Note nachweisbar mit besseren Examensergebnissen korreliert.
- Keine Fächer auf Lücke lernen. Je vollständiger Dein Wissen vor dem Rep ist, desto besser.
Sonderfälle: Verbesserungsversuch und längeres Studium
Wer im Verbesserungsversuch ist, hat eine besondere Situation: Das Wissen ist im Grundsatz schon einmal vollständig erworben worden, der Stoff also bekannt. Hier funktioniert eine verkürzte Vorbereitung von 6 bis 9 Monaten in der Regel gut, weil es vor allem darum geht, das Wissen wieder aktiv zu machen, nicht es neu aufzubauen. In der Regel gehst Du für den Verbesserungsversuch nicht nochmal ins Rep.
Wer dagegen ein längeres Studium hinter sich hat (10. Semester aufwärts), sollte nicht panisch starten, sondern realistisch planen. Da der Freischuss keine Rolle mehr spielt, kannst du dir so viel Zeit lassen, wie du möchtest, bis du mit dem Rep startest.
Strukturierte Examensvorbereitung mit Bestehensgarantie
Wenn Du Dich entschieden hast, dass bald der richtige Zeitpunkt für Dein Repetitorium ist, lohnt sich beim Anbietervergleich ein Blick auf den Examenskurs von Legalexo. Es ist das einzige Repetitorium in Deutschland mit einer echten Examensgarantie: Wer nach dem Lernplan lernt und das Examen nicht besteht, bekommt sein Geld zurück. Legalexo verdient als nur Geld, wenn Du im Examen erfolgreich bist. Das Konzept kombiniert die Flexibilität eines Online-Kurses mit persönlicher Begleitung, geführtem 12-Monats-Lernplan, integriertem Klausurenkurs und Probeexamen in der heißen Phase. Für 199 €/Monat ist alles enthalten, BAföG-Berechtigte können den Kurs über das Legalexo Stipendium kostenlos nutzen.
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