Repetitorium Jura Kosten: Was kostet die Examensvorbereitung wirklich?
Jun 02, 2026Du stehst vor der Examensvorbereitung und versuchst gerade herauszufinden, was das Ganze eigentlich kostet. Verständlich. Es geht hier um eine der größten Investitionen deines Studiums.
In diesem Artikel bekommst du eine ehrliche Übersicht über die Kosten der Examensvorbereitung im Jurastudium. Wir schauen uns drei Optionen an: das kostenlose Uni-Rep, die klassischen kommerziellen Repetitorien wie Hemmer und Alpmann Schmidt und die moderne Alternative Legalexo. Du erfährst, was wirklich im Preis enthalten ist, welche Kosten auf dich zukommen und für welchen Lerntyp welche Option Sinn ergibt.
Warum die Kosten für die Examensvorbereitung so undurchsichtig sind
Wenn du die Websites der großen Repetitorien aufrufst, fällt eines schnell auf: Klare Preisangaben findest du selten auf der Startseite. Du klickst dich durch Standorte, blätterst durch Leistungsbeschreibungen, vergleichst Pakete und am Ende ist immer noch nicht ganz klar, was du am Ende für 12 Monate Examensvorbereitung tatsächlich zahlst.
Das hat mehrere Gründe:
- Preise variieren stark zwischen Standorten und Buchungszeitpunkten.
- Frühbucherrabatte, Gruppenermäßigungen und Sonderangebote machen Vergleiche schwierig.
- Welche Leistungen tatsächlich „inklusive" sind, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter erheblich.
- Klausurenkurse, Crashkurse oder aktuelle Rechtsprechung sind bei diesen Anbietern nicht immer im Hauptpreis enthalten.
Du gehst eine Verpflichtung über mehrere tausend Euro ein und siehst die Gesamtkosten oft erst, wenn der Vertrag schon läuft. Dieser Artikel soll genau diese Lücke schließen.
Option 1: Uni-Rep – kostenlos, aber mit Haken
Fangen wir mit der kostenlosen Option an: dem universitären Repetitorium. Fast jede juristische Fakultät bietet ein eigenes Examensrepetitorium an, das du als immatrikulierte:r Studierende:r gratis besuchen kannst. Doch die Qualität schwankt von Uni-Rep zu Uni-Rep enorm.
Was du bekommst:
- Veranstaltungen vor Ort an deiner Uni
- Wiederholung des examensrelevanten Stoffs durch Professor:innen oder wissenschaftliche Mitarbeiter:innen
- Manchmal ergänzende Klausurenkurse, je nach Fakultät
Was du nicht bekommst:
- Einen strukturierten Lernplan
- Konsequentes Falltraining (es ist viel Theorie, aber keine Praxis)
- Persönliche Begleitung oder feste Ansprechpartner:innen
- Verbindliche Organisation deiner Vorbereitung
Für wen das passt: Studierende, die extrem selbstorganisiert und diszipliniert sind, mit dem Vorlesungsformat in den letzten Semestern gut zurechtgekommen sind und entweder das Geld für ein kommerzielles Rep schlicht nicht ausgeben wollen oder es sich nicht leisten können.
Die ehrliche Einschränkung: Die Qualität des Uni-Reps hängt stark vom jeweiligen Standort, der Fakultät und vor allem den Dozierenden ab. Viele Uni-Reps reiten stundenlang auf Meinungsstreiten herum, die im Examen nie abgefragt werden. Klausurtraining unter realistischen Bedingungen ist selten Kern des Konzepts. Und du musst dir den kompletten Lernplan selbst zusammenbauen – inklusive Zeitmanagement, Wiederholungslogik und Klausurfrequenz.
Wenn du dir das nicht zutraust, kostet dich das Uni-Rep am Ende vielleicht null Euro, aber unter Umständen viel Zeit und Nerven in der Vorbereitung. Und noch viel schlimmer: Punkte im Examen. Genau deshalb entscheidet sich ein großer Teil der Studierenden trotzdem für ein kostenpflichtiges Angebot.
Option 2: Kommerzielle Repetitorien – Hemmer, Alpmann Schmidt & Co.
Kosten Hemmer
Hemmer bietet einen klassischen 12-Monats-Hauptkurs an, der dreimal pro Woche je drei Stunden stattfindet – inzwischen meist hybrid (vor Ort und online wählbar).
Aktuelle Preise (Stand 2026):
- Kleinere Standorte: ab ca. 120 € pro Monat
- Großstandorte wie Berlin oder München: 219 € (Frühbucher, Gruppe) bis ca. 249 € pro Monat
- Über 12 Monate kommst du also auf eine Spanne von rund 1.440 € bis ca. 3.000 €
Was bei Hemmer in der Regel inklusive ist:
- Kursbegleitender Klausurenkurs mit Korrektur
- Monatliche Zeitschrift „Life & Law" mit aktueller Rechtsprechung
- Eine beschränkte Anzahl Skripte (oft 9 bis 12 Skripte zur freien Wahl)
- Teilnahme an Probeklausuren
Worauf du achten solltest:
- Der Preis schwankt je nach Standort und Buchungszeitpunkt erheblich.
- Crashkurse vor dem Examen kosten in der Regel zusätzlich (mehrere hundert Euro).
- Es sind nicht Skripte zu allen Fächern enthalten
Kosten Alpmann Schmidt
Alpmann Schmidt bietet einen Jahreskurs zum Ersten Staatsexamen an, ebenfalls im klassischen Präsenzformat (vielerorts hybrid mit Livestream). Das Angebot ist also identisch mit dem von Hemmer. Und auch die Kosten sind sehr ähnlich.
Aktuelle Preise (Stand 2026):
- Standortabhängig: ca. 170 € bis 200 € pro Monat
- Über 12 Monate kommst du auf rund 2.040 € bis 2.400 €
Was bei Alpmann Schmidt in der Regel inklusive ist:
- Kursunterlagen mit Fällen und Musterlösungen
- Monatliche „Rechtsprechungsübersicht" (RÜ) als Ausbildungszeitschrift
- Wöchentliche kursstoffbezogene Klausuren im ersten Halbjahr
- Wiederholung des Kurses bei Nichtbestehen (je nach Standort)
Worauf du achten solltest:
- Auch hier sind die Preise stark vom Standort und vom Paket („digital" vs. „Print+Digital") abhängig.
- Zusätzliche Pakete (z.B. erweiterter Klausurenkurs, Examensreport) können extra kosten.
Versteckte Kosten bei kommerziellen Repetitorien
Egal ob Hemmer, Alpmann Schmidt oder ein anderer Anbieter: Über die zwölf Monate hinaus kommen typischerweise weitere Kosten hinzu, die in der Preiskommunikation gerne untergehen.
- Crashkurse vor dem Examen (mehrere hundert Euro pro Kurs)
- Vorbereitung auf die mündliche Prüfung (separates Modul)
- Verlängerung, wenn du mehr Zeit brauchst
- Zusätzliche Skripte über das Inklusivpaket hinaus
- Spezialklausurenkurse oder Sonderkurse
Die realistische Gesamtkostenspanne für eine vollständige Examensvorbereitung bei einem klassischen kommerziellen Rep liegt damit eher bei 2.500 € bis 3.500 €, je nach Anbieter, Standort und Zusatzleistungen.
Dazu kommt, dass die Regeln zu Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist oft nicht transparent sind.
Option 3: Kosten Legalexo – transparenter Festpreis, alles drin
Als dritte Option schauen wir uns Legalexo an, einen modernen Online-Examenskurs. Hier ist das Preismodell bewusst anders aufgebaut.
Was kostet der Legalexo Examenskurs?
- 199 € pro Monat. Alles drin.
- Monatlich kündbar. Keine Mindestvertragslaufzeit.
- 14 Tage kostenlos testen. Du verpflichtest dich zu nichts, bevor du den Kurs kennst.
Was bei Legalexo inklusive ist:
- Geführter 12-Monats-Lernplan in drei Phasen (Grundlagen, Vernetzung, heiße Phase)
- Hunderte didaktisch produzierte Erklärvideos zu allen examensrelevanten Themen
- Über 100 Examensklausuren mit Musterlösungen und Videobesprechungen
- Begleitender Klausurenkurs mit echtem Feedback auf ausformulierte Klausuren
- Organisierte Lerngruppe
- Aktuelle Rechtsprechung kontinuierlich aufbereitet
- Crashkurse
- Probeexamen
- Regelmäßige Q&A-Sessions
- Persönliche Ansprechpartner:innen
Keine Extras, keine versteckten Pakete, kein „Crashkurs kostet aber nochmal extra". Was du im Monatspreis siehst, ist auch wirklich alles, was du bekommst.
Der eigentliche Unterschied: die Examensgarantie
Das Besondere an Legalexo ist nicht nur die Transparenz, sondern die Examensgarantie. Wenn du nach dem Lernplan lernst und dein Examen trotzdem nicht bestehst, bekommst du dein komplettes Geld zurück.
Im Klartext: Du zahlst nur im Erfolgsfall.
Bei klassischen Repetitorien hingegen ist dein Geld weg, wenn du durchfällst. Und wer hat wohl die besseren Lernunterlagen? Der Anbieter der sofort abkassiert, egal ob Du Dein Examen bestehst? Oder dem Anbieter, der nur Geld verdient, wenn Du Dein Examen erfolgreich meisterst?
Wenn das Geld trotzdem fehlt: Stipendium und Zukunftspakt
199 € pro Monat sind immer noch viel Geld auch wenn man dafür bei Legalexo extrem viel bekommt. Studierende mit BAföG-Berechtigung können sich deshalb bei Legalexo auf zwei verschiedene Finanzierungsmodelle bewerben:
- Legalexo Stipendium: Du nutzt den Examenskurs kostenlos. Legalexo oder eine Partnerkanzlei übernimmt die kompletten Kosten.
- Legalexo Zukunftspakt: Du zahlst nichts im Voraus. Erst nach dem Examen, wenn du im Beruf stehst und ein bestimmtes Mindestgehalt erreichst, beginnt die einkommensabhängige Rückzahlung.
Beide Modelle laufen über ein festes Bewerbungsverfahren mit zwei jährlichen Bewerbungsphasen (15.12. bis 15.01. und 15.06. bis 15.07.).
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