Wie viele Klausuren sollte man in der Examensvorbereitung schreiben?
Jun 05, 2026Eine der häufigsten Fragen in der Examensvorbereitung lautet: Wie viele Klausuren muss ich schreiben, um gut vorbereitet ins Examen zu gehen?
Manche sagen 30. Andere sagen 50. Wieder andere behaupten, unter 100 Klausuren brauche man gar nicht erst anzutreten.
Doch die Wahrheit ist: Es gibt keine perfekte Anzahl an Klausuren in der Examensvorbereitung. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Klausuren du schreibst, sondern was du daraus lernst.
Du kannst 40 Klausuren schreiben und trotzdem immer wieder dieselben Fehler machen. Du kannst aber auch mit weniger ausformulierten Klausuren sehr gut vorbereitet sein, wenn du gutes Feedback bekommst, deine Fehler ernsthaft auswertest und zusätzlich viele Fälle auf Examensniveau löst.
Wie viele Klausuren solltest du wirklich schreiben?
Als grobe Orientierung gilt: Du solltest in der Examensvorbereitung regelmäßig Klausuren auf Examensniveau bearbeiten.
Ein Teil davon sollte vollständig ausformuliert werden. Das brauchst du für Zeitmanagement, Gutachtenstil, Schwerpunktsetzung und Schreibgeschwindigkeit.
Aber du musst nicht jede Klausur vollständig schreiben. Gerade in der fortgeschrittenen Examensvorbereitung ist es oft sinnvoller, mehr Klausuren zu lösen als alle auszuformulieren.
Der Unterschied ist wichtig:
Klausur schreiben heißt: Du formulierst die Klausur vollständig aus, meistens über fünf Stunden.
Klausur lösen heißt: Du analysierst den Sachverhalt, erstellst eine Lösungsskizze, setzt Schwerpunkte und vergleichst deine Lösung mit Musterlösung, Videobesprechung oder Lerngruppe.
Das Ausformulieren trainiert vor allem Schreibtechnik und Zeitmanagement. Das Lösen trainiert vor allem das Erkennen von Problemen, den Aufbau, die Argumentation und die Klausurtaktik. Und genau in diesem Teil holst Du oft die meisten Punkte.
Deshalb ist die beste Strategie eine Mischung aus beidem: einige Klausuren vollständig schreiben, viele weitere Klausuren lösen und jede Klausur sauber nachbereiten.
Qualität schlägt Quantität
Viele Studierende denken, sie müssten möglichst viele Klausuren schreiben. Das Problem: Masse allein bringt nichts.
Es nützt dir wenig, 100 Klausuren jeweils fünf Stunden auszuschreiben, wenn du danach nicht besser wirst. Entscheidend ist, dass du aus jeder Klausur lernst.
Dafür brauchst du gutes Feedback.
Eine gute Korrektur sagt dir nicht nur, dass deine Schwerpunktsetzung schlecht war. Sie erklärt dir, warum sie schlecht war. Sie sagt dir nicht, dass du die Anspruchsgrundlage übersehen hast, sondern wie du sie das nächste Mal findest. Genau deshalb ist ein guter Klausurenkurs so wichtig.
Wann solltest du mit Klausuren anfangen?
Du solltest Klausuren nicht bis zum Ende der Examensvorbereitung aufschieben.
Am Anfang musst du noch nicht jede Woche eine perfekte Examensklausur schreiben. Aber du solltest früh mit kleineren Fällen, Lösungsskizzen und ersten Klausuren arbeiten. Es geht bei den Probeklausuren nicht um die Note, sondern um den Lerneffekt.
Je weiter du in der Examensvorbereitung bist, desto größer sollte der Anteil der Fallbearbeitung werden.
In der Anfangsphase baust du Wissen auf und wendest es punktuell an. In der mittleren Phase vernetzt du Wissen stärker mit Fällen. In der heißen Phase sollte die Klausurbearbeitung im Mittelpunkt stehen.
Kurz gesagt: Je näher das Examen kommt, desto mehr Klausuren solltest du bearbeiten.
Wie viele Klausuren sind im Legalexo Examenskurs vorgesehen?
Im Examenskurs von Legalexo bearbeitest du insgesamt über 100 Klausuren auf Examensniveau.
Aber du schreibst sie nicht alle vollständig aus. Das wäre ineffizient und zeitlich nicht zu schaffen.
Der größte Teil wird gelöst: mit Sachverhaltsanalyse, Lösungsskizze, Musterlösung, Videobesprechung und Besprechung in der Lerngruppe. So siehst du viel mehr Fallkonstellationen und trainierst genau den Teil, der im Examen die meisten Punkte bringt.
Im Klausurenkurs formulierst du zusätzlich 17 Klausuren vollständig aus. Diese Klausuren bekommst du mit ausführlichem Videofeedback zurück. Dabei nehmen wir uns bewusst mehr Zeit pro Klausur, statt möglichst viele oberflächliche Korrekturen zu liefern. So erhältst Du das bestmögliche Feedback, damit Du den größtmöglichen Lerneffekt hast.
Dazu kommt ein Klausurtagebuch, mit dem du deine Fehler systematisch festhältst und über die Zeit auswertest. Das hilft Dir dabei, Muster und Schwächen zu erkennen, auf die du bei der nächsten Bearbeitung achten kannst.
Fazit: Die richtige Anzahl hängt von der Qualität des Klausurenkurses ab
Es gibt keine feste Anzahl an Klausuren in der Examensvorbereitung, die automatisch zu einer guten Note führt.
Wichtig ist die richtige Mischung: Du solltest regelmäßig Klausuren auf Examensniveau bearbeiten, einige davon vollständig ausformulieren, viele weitere lösen und jede Klausur gründlich nachbereiten.
Ein guter Klausurenkurs hilft dir dabei, nicht nur mehr Klausuren zu schreiben, sondern aus jeder Klausur besser zu werden.
Denn im Examen zählt nicht, wie viele Klausuren du vorher bearbeitet hast. Es zählt, ob du unbekannte Fälle sicher analysieren, strukturieren und lösen kannst.
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