Wie viel lernen in der Examensvorbereitung? Der perfekte Lerntag

examensvorbereitung Jun 05, 2026

So viele Stunden solltest Du pro Tag lernen

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt nicht darauf an, möglichst lange zu lernen. Es kommt darauf an, regelmäßig, konzentriert und klausurorientiert zu lernen.

Für die meisten Jurastudierenden ist in der Examensvorbereitung ein Richtwert von etwa 5 bis 7 Stunden echter Lernzeit pro Tag realistisch und sinnvoll. Gemeint ist damit nicht die Zeit, die du am Schreibtisch sitzt, sondern die Zeit, in der du wirklich arbeitest: wiederholst, Fälle löst, Klausuren nachbereitest, Probleme verstehst oder aktiv Wissen abrufst. Das ist ein realistischer Wert, bei dem Du den vollen Fokus aufs Examen legen kannst, aber gleichzeitig noch genug Zeit für Freizeit oder einen Nebenjob neben der Examensvorbereitung hast.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Brutto-Lernzeit und Netto-Lernzeit:

Brutto-Lernzeit ist die gesamte Zeit, die du für die Examensvorbereitung blockst. Also zum Beispiel 9:00 bis 17:00 Uhr.

Netto-Lernzeit ist die Zeit, in der du tatsächlich konzentriert lernst. Pausen, Handy, Kaffee holen, Mails checken, Mensa, kurze Gespräche und gedankliches Abschweifen zählen nicht dazu.

Wenn du also acht Stunden am Schreibtisch sitzt, kommen am Ende vielleicht fünf bis sechs Stunden echte Lernzeit heraus. Und das ist völlig normal.

 

Warum „12 Stunden am Tag lernen“ meistens keine gute Idee ist

In der Examensvorbereitung kursieren viele Mythen. Einer davon: Wer das Examen ernst nimmt, müsse jeden Tag zehn bis zwölf Stunden lernen.

Das klingt diszipliniert, ist aber Bullshit. Die Examensvorbereitung dauert in der Regel 12 bis 18 Monate. Über einen so langen Zeitraum so viel pro Tag zu lernen, hältst Du nicht durch.

Jura ist kein reines Auswendiglernfach. Du musst nicht nur Informationen aufnehmen, sondern sie verstehen, verknüpfen und in Klausuren anwenden. Genau das kostet mentale Energie. Nach vielen Stunden sinkt häufig nicht nur deine Konzentration, sondern auch die Qualität deiner Arbeit. 

Dann liest du zwar weiter, aber du verstehst weniger. Du markierst mehr, aber behältst weniger. Du sitzt länger am Schreibtisch, aber kommst nicht wirklich voran.

Das Problem ist: Lange Lerntage fühlen sich produktiv an. Sie geben dir das Gefühl, viel getan zu haben. Aber im Examen zählt nicht, wie viele Stunden du im Kalender gesammelt hast. Es zählt, ob du gute Klausuren schreiben kannst.

  

Ein realistischer Richtwert: 5 bis 7 Stunden Netto-Lernzeit

Als Orientierung kannst du dir merken:

5 bis 7 Stunden Netto-Lernzeit sind für viele Studierende in der intensiven Examensvorbereitung ein realistischer Zielbereich.

Mehr als 8 Stunden Netto-Lernzeit sind auf Dauer für die meisten schwer durchzuhalten und oft nicht mehr effizient.

Das heißt nicht, dass du nie einen sehr langen Lerntag haben darfst. Gerade in der Examensvorbereitung kann es Tage geben, die intensiver sind. Aber wenn dein Plan dauerhaft auf Überlastung ausgelegt ist, wird er wahrscheinlich nicht funktionieren.

Die Examensvorbereitung ist kein Sprint. Sie ist ein Marathon. Du brauchst also eine Struktur, die du nicht nur drei Tage durchhältst, sondern über Monate.

 

Wie sieht ein sinnvoller Lerntag im Lernplan für die Examensvorbereitung aus?

Ein guter Lerntag in der Examensvorbereitung sieht nicht für alle gleich aus. Manche lernen morgens am besten, andere nachmittags oder abends. Deshalb sollte ein guter Lernplan nicht starr nach Uhrzeiten funktionieren, sondern nach konzentrierten Lernblöcken.

Wenn du dir etwa 5 bis 6 Stunden echte Lernzeit pro Tag vornimmst, kannst du zum Beispiel mit drei Blöcken à ungefähr zwei Stunden arbeiten. Das ist für viele realistischer als ein komplett durchgetakteter Tag von 9 bis 18 Uhr.

Wichtig ist dabei: Was in diesen Blöcken passiert, hängt davon ab, in welcher Phase deiner Examensvorbereitung du gerade bist.

Am Anfang der Examensvorbereitung geht es vor allem darum, dir die Rechtsgebiete systematisch zu erarbeiten. Du wiederholst die Grundlagen, verstehst Strukturen, schließt Lücken und versuchst, die einzelnen Themen miteinander zu vernetzen. Trotzdem sollte das Wissen nicht komplett abstrakt bleiben. Auch in dieser Phase ist es sinnvoll, einzelne Themen immer wieder an kleinen Fällen oder Ausschnitten aus Examensfällen anzuwenden.

Ein Lerntag in der Anfangsphase könnte also zum Beispiel aus diesen drei Blöcken bestehen:

Block 1: abstraktes Wissen erarbeiten 
Block 2: das Thema an einem Fall anwenden
Block 3: wiederholen, vernetzen, offene Fragen klären oder eigene Zusammenfassungen erstellen

In späteren Phasen der Examensvorbereitung verschiebt sich der Schwerpunkt. Dann geht es immer weniger darum, nur neues Wissen aufzubauen, und immer mehr darum, dieses Wissen in Fällen sicher anzuwenden und zu wiederholen. Gerade in der fortgeschrittenen Examensvorbereitung sollte dein Lernplan deshalb deutlich fall- und klausurorientierter werden.

In der letzten Phase kann ein sinnvoller Lerntag zum Beispiel so aussehen:

Block 1: Fallbearbeitung: Sachverhaltsanalyse, Lösungsskizze erstellen
Block 2: Nachbereitung der Klausur
Block 3: Wiederholung und gezieltes Schließen von Wissenslücken

Das bedeutet: Am Anfang steht stärker der Wissenserwerb im Vordergrund. Danach wird die Vorbereitung immer anwendungsorientierter. Und in der Schlussphase heißt es vor allem: lösen, lösen, lösen.

Genau deshalb brauchst du ein flexibles System, das dich je nach Phase der Examensvorbereitung unterstützt. Im Examenskurs von Legalexo ist die Vorbereitung deshalb nicht nur auf abstraktes Lernen ausgelegt, sondern führt dich Schritt für Schritt vom Verständnis der Inhalte hin zur sicheren Fallbearbeitung, damit Du jede Klausur im Examen souverän lösen kannst.

 

Der perfekte Lernplan für eine Woche in der Examensvorbereitung

Auch die perfekte Lernwoche gibt es nicht für alle gleich. Aber es gibt eine Struktur, die für viele Studierende sehr gut funktioniert: feste Rechtsgebiete, regelmäßige Wiederholung, kontinuierliche Fallanwendung und am Ende der Woche eine gemeinsame Besprechung oder intensive Nachbereitung.

Eine sinnvolle Woche kann zum Beispiel so aufgebaut sein:

Montag: Zivilrecht
Dienstag: Zivilrecht
Mittwoch: Öffentliches Recht
Donnerstag: Strafrecht
Freitag: Lerngruppe, Fallbesprechung und Wiederholung

Genau nach dieser Struktur ist übrigens auch der Lernplan in unserem Examenskurs aufgebaut. Wir wissen deshalb, dass diese Struktur funktioniert und dich bestmöglich auf das Staatsexamen vorbereitet.

Ein guter Lernplan entwickelt sich mit deiner Examensvorbereitung weiter: Am Anfang geht es vor allem darum, die Rechtsgebiete strukturiert zu verstehen, zu vernetzen und punktuell am Fall anzuwenden. Später verschiebt sich der Fokus immer stärker auf Fallbearbeitung, Klausurtraining und Nachbereitung.

 

Wie Legalexo dich bei einer effizienten Examensvorbereitung unterstützt

Wenn du dich fragst, wie viel du lernen solltest, steckt dahinter oft eigentlich eine größere Frage:

Wie bereite ich mich so vor, dass ich meine Zeit wirklich sinnvoll nutze?

Genau hier setzt der Examenskurs von Legalexo an. Denn das eigentliche Problem in der Examensvorbereitung ist oft nicht, dass du zu wenig Material hast, sondern dass du vor lauter Stoff, Lernplänen und Klausuren den Überblick verlierst. Legalexo nimmt dir genau diese Überforderung ab: Du bekommst einen klaren, strukturierten Weg durch die nächsten zwölf Monate. 

So gehst du nicht planlos durch die Examensvorbereitung, sondern Schritt für Schritt: weg vom Chaos, hin zu mehr Sicherheit. Du sollst dein Examen mit Deiner Wunschnote bestehen ohne dich dabei allein, überfordert oder ausgebrannt zu fühlen.

Genau deshalb kombiniert Legalexo den geführten Lernplan mit didaktisch durchdachten Lernmaterialien, Examensklausuren, Musterlösungen, Videobesprechungen, persönlicher Begleitung und Lerngruppe.

Und weil wir überzeugt sind, dass dieser Lernplan mit unseren Materialien funktioniert, gibt es die Legalexo-Examensgarantie: Wenn du nach unserem Lernplan mit unseren Materialien lernst und dein Examen trotzdem nicht bestehst, bekommst du dein komplettes Geld zurück. So sicher sind wir uns, dass Legalexo Dir die beste Examensvorbereitung bietet.

 

Fazit: Wie viel sollte man in der Examensvorbereitung lernen?

Für die meisten Studierenden sind etwa 5 bis 7 Stunden Netto-Lernzeit pro Tag ein sinnvoller Richtwert in der intensiven Examensvorbereitung. Entscheidend ist aber nicht nur die Anzahl der Stunden, sondern die Qualität deiner Lernzeit.

Du solltest regelmäßig wiederholen, Fälle lösen, Klausuren schreiben und deine Fehler nachbereiten. Gleichzeitig brauchst du Pausen, freie Zeiten und einen Lernplan, der über Monate funktioniert.

Lernen für das Examen bedeutet nicht, dich jeden Tag maximal auszupowern. Es bedeutet, konstant besser darin zu werden, juristische Probleme in Klausuren zu lösen.

Wenn du das schaffst, bist du auf einem sehr guten Weg.

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