Erfolgreiche Examensvorbereitung: Der komplette Leitfaden

examensvorbereitung Aug 28, 2026
Tipps und Tricks für die Examensvorbereitung

Die Examensvorbereitung Jura ist für viele die anspruchsvollste Phase des gesamten Studiums. Plötzlich geht es nicht mehr nur um einzelne Fächer, sondern um den gesamten examensrelevanten Stoff, einen funktionierenden Lernplan, regelmäßige Klausuren und die Frage, welches Repetitorium überhaupt sinnvoll ist.

In diesem Leitfaden zur Examensvorbereitung bekommst Du deshalb einen kompletten Überblick über alles, was wirklich wichtig ist. Du erfährst, wann Du anfangen solltest, wie lange die Vorbereitung dauert, wie Du richtig lernst, welche Lernmaterialien sinnvoll sind und wie viele Examensklausuren Du schreiben solltest. Dazu gibt es konkrete Tipps und Tricks fürs Jura-Examen, Hinweise zu Karteikarten, Lerngruppen, Klausurenkursen und zur mündlichen Prüfung.

 

1. Das erste juristische Staatsexamen: Was erwartet Dich?

Was ist das erste Staatsexamen überhaupt?

Das Erste Juristische Staatsexamen ist die Abschlussprüfung Deines Jurastudiums. Bestehst Du sie, bist Du Diplom-Jurist:in und kannst ins Referendariat, an dessen Ende das Zweite Staatsexamen steht. Erst danach darfst Du Dich Volljurist:in nennen und Anwältin, Richter:in, Staatsanwältin oder Verwaltungsjurist:in werden.

Was das Examen von allen Prüfungen unterscheidet, die Du bisher geschrieben hast: Es fragt nicht ein einzelnes Fach aus einem Semester ab, sondern den gesamten Pflichtstoff aus dem gesamten Studium. 5 Jahre Lernstress entscheiden sich am Ende an 6 Tagen. Doch dieser Guide hilft Dir dabei, Deine Vorbereitung so zu organisieren, dass Du Dein Examen mit Deiner Wunschnote bestehst.

 

Staatliche Pflichtfachprüfung und Schwerpunkt: Wie setzt sich die Note zusammen?

Das Examen besteht aus zwei getrennten Teilen. Die staatliche Pflichtfachprüfung nimmt das Justizprüfungsamt Deines Bundeslandes ab. Sie umfasst die schriftlichen Klausuren und die mündliche Prüfung im Zivilrecht, Öffentlichem Recht und Strafrecht.

Die Schwerpunktbereichsprüfung läuft dagegen über Deine Universität. Du wählst ein Spezialgebiet, etwa Kriminologie und legst dort eigene Prüfungsleistungen ab.

Die Gesamtnote für das erste Examen entsteht aus beiden Teilen, wobei die Pflichtfachprüfung mit 70 Prozent und der Schwerpunktbereich mit 30 Prozent gewichtet wird. Diese Aufteilung ist bundesweit in § 5d DRiG festgelegt.

Innerhalb der Pflichtfachprüfung zählen die schriftlichen Klausuren deutlich mehr als die mündliche Prüfung. Die genaue Gewichtung unterscheidet sich je Bundesland, meist liegt der schriftliche Teil bei etwa 60 bis 70 Prozent. Praktisch bedeutet das: Deine Klausuren entscheiden über Dein Ergebnis. Die mündliche Prüfung kann Dich noch ein gutes Stück nach oben oder unten bewegen, aber sie dreht keine Note komplett um.

 

Welche Noten gibt es im Jura-Examen und was ist ein Prädikatsexamen?

Die Notenskala im Jurastudium ist berühmt und berüchtigt: Bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 18 Punkten. Bestanden hast Du ab 4,0 Punkten. Die Notenstufen sehen so aus:

  • 0 bis 1,49 Punkte: ungenügend, nicht bestanden

  • 1,5 bis 3,99 Punkte: mangelhaft, nicht bestanden

  • 4,00 bis 6,49 Punkte: ausreichend

  • 6,50 bis 8,99 Punkte: befriedigend

  • 9,00 bis 11,49 Punkte: vollbefriedigend

  • 11,50 bis 13,99 Punkte: gut

  • ab 14,00 Punkte: sehr gut

Von einem Prädikatsexamen spricht man ab 9,00 Punkten, also ab vollbefriedigend. Diese Grenze ist der Grund, warum so viel Aufwand in die Vorbereitung fließt. Großkanzleien, der Staat und andere attraktive Arbeitgeber setzen oft ein Prädikat voraus, wenn Du dort anfangen willst. Dementsprechend wichtig sind die Noten Deines ersten Examens.

Wichtiger Hinweis: Das hier ist die Notentabelle für die Gesamtnote Deines Examens. Die Einzelleistungen, also zum Beispiel eine der Klausuren werden weiterhin nach der Notenskala berechnet, die Du schon aus dem Studium kennst. (0: Ungenügend, 1-3: Mangelhaft, 4-6: Ausreichend, 7-9: Befriedigend, 10-12: Vollbefriedigend, 13-15: Gut, 16-18: Sehr gut). Du könntest also theoretisch mit sechs befriedigenden Klausuren (9 Punkte) und einer mündlichen Prüfung, die mit 9 Punkten bewertet werden, ein Prädikatsexamen schaffen, obwohl Deine Einzelleistungen „nur“ befriedigend sind. Diese zusammengerechnete Notenskala ist also vorteilhaft für Dich.

 

Durchfallquote und Statistiken für das erste Examen

Nach den Statistiken des Bundesamts für Justiz besteht rund jeder Dritte das Erste Staatsexamen nicht. Die Quote schwankt je Bundesland und Prüfungstermin, liegt aber über Jahre stabil bei etwa 25 bis 30 Prozent. Ein Prädikat erreichen je nach Bundesland zwischen 15 und 25 Prozent der Kandidat:innen.

 

Organisatorisches: Prüfungsordnung, Zulassung und Anmeldung

Zuständig für Dich ist das Justizprüfungsamt Deines Bundeslandes. Dieses kümmert sich um alles organisatorische rund ums Examen: Von der Anmeldung über die Zulassung bis zur Durchführung der Prüfungen.

Bevor Du zugelassen wirst, musst Du die Voraussetzungen Deiner Studien- und Prüfungsordnung erfüllen. Dazu gehören in der Regel die Zwischenprüfung, die Grundlagen- und Übungsscheine in allen drei Rechtsgebieten, der Nachweis über die praktischen Studienzeiten und je nach Bundesland eine Fremdsprachenleistung. In einigen Ländern muss der Schwerpunkt vor der Zulassung abgeschlossen sein, in anderen nicht.

Vor der Examensvorbereitung solltest Du Dich mit Deiner Prüfungsordnung vertraut machen und Dich genau über das Verfahren mit dem Justizprüfungsamt vertraut machen.

 

2. Was kommt im ersten Staatsexamen dran?

Welche Rechtsgebiete sind examensrelevant?

Geprüft werden die drei großen Rechtsgebiete: Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht.

Die Gewichtung ist überall ähnlich. Das Zivilrecht macht etwa die Hälfte der Klausuren aus, Öffentliches Recht und Strafrecht teilen sich die andere Hälfte, wobei das Öffentliche Recht meist etwas stärker vertreten ist. Diese Verteilung sollte sich in Deinem Lernplan wiederfinden, dazu mehr in Abschnitt 9.

Wichtiger als die reine Aufzählung ist die Frage, welche Themen innerhalb der Rechtsgebiete tatsächlich abgefragt werden. Denn die Examensklausuren wiederholen bestimmte Problemkreise über Jahre hinweg, während andere Themen praktisch nie vorkommen.

Tipp: Mit dem Examensradar von Legalexo kannst Du nachschauen, welche Themen in den vergangenen Prüfungsterminen tatsächlich abgefragt wurden. Das ist die schnellste Möglichkeit, Deine Prioritäten auf echte Daten zu stützen statt auf Vermutungen.

 

Zivilrecht: Was musst Du können?

Das Zivilrecht ist der größte Block. Den Kern bildet das BGB:

  • BGB AT

  • Schuldrecht AT

  • Schuldrecht BT

  • Sachenrecht

  • Nebengebiete (Familien- & Erbrecht, Handels- & Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, ZPO und IPR)

Hinweis: Welche Themen genau in Deinem Examen abgefragt werden, steht in der Juristenausbildungsverordnung bzw. dem Juristenausbildungsgesetz Deines Bundeslandes. Da solltest Du auf jeden Fall reinschauen, bevor Du Dir einen Lernplan erstellst.

 

Examensrelevanter Stoff im Öffentliches Recht

Das Öffentlichen Recht unterteilt sich in Staatsrecht und Verwaltungsrecht:

  • Staatsorganisationsrecht

  • Grundrechte

  • Verwaltungsrecht Allgemeiner Teil

  • Verwaltungsprozessrecht

  • Verwaltungsrecht Besonderer Teil (POR, Kommunalrecht, Baurecht)

  • Europarecht

Auch hier gilt, dass Du vorab in Dein Landesgesetz schauen solltest.

 

Strafrecht: Was musst Du können?

Im Strafrecht dreht sich alles um das StGB und die StPO. Folgende Fächer werden im Examen abgefragt:

  • Strafrecht AT

  • Strafrecht BT I (Nichtvermögensdelikte)

  • Strafrecht BT II (Vermögensdelikte)

  • Strafprozessrecht

Auch hier gilt ebenfalls, dass Du vorab in Dein Landesgesetz schauen solltest.

 

Lese-Tipp: Ausführlich haben wir Dir das ganze Thema hier dargestellt: Welche Themen sind examensrelevant? 

 

Wie wichtig ist aktuelle Rechtsprechung im Examen?

Aktuelle Rechtsprechung wird in der Examensvorbereitung häufig überschätzt. Natürlich orientieren sich Prüfungsämter teilweise an aktuellen Entscheidungen. Die Fälle werden aber praktisch nie eins zu eins übernommen, sondern verändert, kombiniert und um neue Probleme ergänzt. Du wirst im Examen deshalb fast immer einen unbekannten Fall lösen müssen.

Viel wichtiger ist, dass Du die Grundlagen sicher beherrschst, die Systematik verstehst und sauber argumentieren kannst. Außerdem erscheint schlicht zu viel Rechtsprechung, um alles sinnvoll abzudecken.

Tipp: Beschäftige Dich nur gelegentlich mit ausgewählten Entscheidungen, um Dein Verständnis und Deine Argumentation zu schärfen. Aber nicht mit dem Ziel den Examensfall von morgen zu finden. Im Examenskurs von Legalexo behandeln wir in regelmäßigen Webinaren deshalb wirklich nur die examensrelevantesten aktuellen Urteile, die Dein Grundverständnis und Deine Argumentationsfähigkeiten stärken.

 

3. Wie läuft das erste Staatsexamen ab?

Wie viele Klausuren schreibt man im ersten Staatsexamen?

Im Regelfall schreibst Du in der staatlichen Pflichtfachprüfung sechs Klausuren: drei im Zivilrecht, zwei im Öffentlichen Recht und eine im Strafrecht. Eine Ausnahme bilden Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Dort werden sieben Klausuren geschrieben, weil eine zusätzliche Strafrechtsklausur hinzukommt.

Auch bei der Verteilung gibt es Besonderheiten: In Sachsen-Anhalt schreibst Du jeweils zwei Klausuren im Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichen Recht. In Thüringen sind zwei Zivilrechts-, zwei öffentlich-rechtliche und eine Strafrechtsklausur fest vorgesehen; die sechste Klausur stammt zusätzlich entweder aus dem Zivilrecht oder dem Strafrecht.

 

Wie lange dauern die Examensklausuren?

Die Klausuren der staatlichen Pflichtfachprüfung dauern jeweils fünf Stunden. Das gilt unabhängig davon, ob Du in Deinem Bundesland sechs oder sieben Klausuren schreibst. Klingt erstmal nach viel Zeit. Tatsächlich kommen aber viele Studierende immer wieder in Zeitnot. Deshalb ist das Üben mit Klausuren unter Klausurbedingungen extrem wichtig. 

 

Wann erfährst Du Deine schriftlichen Ergebnisse?

Einen bundesweit einheitlichen Zeitpunkt gibt es nicht. Die Ergebnisse erhältst Du nach Abschluss der Korrekturen und grundsätzlich vor der mündlichen Prüfung. In NRW müssen sie beispielsweise spätestens zwei Wochen vorher mitgeteilt werden; in Mecklenburg-Vorpommern spätestens mit der Ladung. Zwischen der letzten Klausur und dem Ergebnis liegen aber meist drei bis fünf Monate.

 

Wann wirst Du zur mündlichen Prüfung zugelassen?

Das hängt vom Bundesland ab. Entscheidend sind Dein Klausurdurchschnitt und die Zahl der bestandenen Klausuren. Beispielsweise brauchst Du in NRW mindestens 3,50 Punkte im Schnitt und mindestens drei Klausuren mit 4 Punkten; in Bayern 3,80 Punkte und ebenfalls mindestens drei bestandene Klausuren. In Baden-Württemberg sind es 3,75 Punkte, in Brandenburg 3,50 Punkte plus mindestens vier bestandene von sieben Klausuren.

Tipp: Die genauen Voraussetzungen solltest Du daher immer in Deiner Landesprüfungsordnung prüfen.

 

4. Wann sollte man mit der Examensvorbereitung anfangen?

Ab welchem Semester solltest Du mit der Examensvorbereitung beginnen?

Der übliche Zeitpunkt für den Start der Examensvorbereitung liegt zwischen dem fünften und siebten Semester. Wer nach dem sechsten Semester startet und zwölf Monate einplant, schreibt im achten Semester und liegt damit in fast allen Bundesländern innerhalb der Freischussfrist.

Entscheidend ist aber nicht das Semester, sondern Dein Stand. Sinnvoll startest Du, wenn Du die Grundlagen in allen drei Rechtsgebieten einmal gehört und in Übungen angewendet hast. Wer in die Vorbereitung geht, ohne das Schuldrecht AT jemals verstanden zu haben, verbringt die erste Hälfte damit, Grundlagen nachzuholen, und verliert genau die Zeit, die für Klausurtraining gedacht war.

Umgekehrt gilt: Zu lange zu warten, bis Du Dich bereit fühlst, ist der häufigere Fehler. Dieses Gefühl kommt nicht von allein, sondern erst durch die Vorbereitung selbst.

Hinweis: Wann genau Dein Startzeitpunkt sinnvoll ist, hängt von Freischuss, Schwerpunkt und Vorkenntnissen ab. Das haben wir hier im Detail aufgeschlüsselt: Wann sollte man mit der Examensvorbereitung anfangen?

 

Was sollte vor Beginn der Examensvorbereitung erledigt sein?

Idealerweise startest Du erst dann in die intensive Examensvorbereitung, wenn das Hauptstudium weitgehend abgeschlossen ist. Dazu gehören insbesondere die Zwischenprüfung, die großen Scheine bzw. Fortgeschrittenenübungen, Hausarbeiten, Grundlagenschein, Fremdsprachenschein und die vorgeschriebenen Praktika. So vermeidest Du, parallel noch Pflichtleistungen aus dem Studium erledigen zu müssen.

Mehr dazu: Wann solltest Du mit der Examensvorbereitung starten?

 

Schwerpunkt oder Examensvorbereitung zuerst?

Beides ist möglich, sofern Dein Bundesland beziehungsweise Deine Universität keine Reihenfolge vorgibt. Machst Du den Schwerpunkt zuerst, bist Du nach dem staatlichen Teil komplett fertig, verlierst aber möglicherweise für einige Zeit den Kontakt zum Pflichtfachstoff. Machst Du den staatlichen Teil zuerst, kannst Du direkt aus dem Hauptstudium in die Examensvorbereitung starten und gegebenenfalls den Freischuss besser nutzen. Wichtig: Schwerpunkt und intensive Examensvorbereitung solltest Du möglichst nicht parallel absolvieren.

Ausführlicher Artikel: Schwerpunkt vor oder nach dem Examen?

 

5. Wie lange dauert die Examensvorbereitung?

Wie lange sollte man sich auf das Jura-Examen vorbereiten?

Für die meisten Studierenden sind zwölf Monate Examensvorbereitung ein guter Richtwert. In dieser Zeit kannst Du den gesamten Examensstoff systematisch durcharbeiten, wiederholen und parallel ausreichend Fälle und Klausuren bearbeiten. Auch viele Repetitorien und Examenskurse sind deshalb grundsätzlich auf zwölf Monate ausgelegt. Entscheidend ist aber weniger die reine Dauer als die Frage, wie strukturiert und konsequent Du diese Zeit nutzt.

 

Sind 12 Monate Examensvorbereitung genug?

Ja. Zwölf Monate sind für die meisten Studierenden vollkommen realistisch. Du hast genug Zeit, Wissenslücken zu schließen, die Rechtsgebiete miteinander zu vernetzen und Klausuren zu schreiben. Gleichzeitig bleibt die Vorbereitung überschaubar genug, um Motivation und Fokus zu behalten. Deshalb würde ich zunächst immer mit zwölf Monaten planen, statt von Anfang an eine sehr lange Examensvorbereitung anzusetzen.

 

Sind 18 Monate Examensvorbereitung sinnvoll?

Du musst Dich nicht von Anfang an auf 18 Monate festlegen. Plane zunächst mit zwölf Monaten und ziehe dann Bilanz. Wenn Du Dich noch nicht examensreif fühlst, große Wissenslücken hast oder Deine Probeklausuren dauerhaft schlecht laufen, kannst Du den Termin immer noch verschieben und einige Monate dranhängen. Das ist häufig sinnvoller, als von Beginn an anderthalb Jahre einzuplanen und dadurch unnötig an Fokus zu verlieren.

 

Kann man sich in sechs Monaten auf das Jura-Examen vorbereiten?

Für eine erstmalige Examensvorbereitung sind sechs Monate in aller Regel zu knapp. Die Stoffmenge ist riesig und neben dem materiellen Wissen musst Du insbesondere Klausurroutine entwickeln. Sinnvoll kann eine solche kurze Vorbereitung dagegen sein, wenn Du bereits eine vollständige Examensvorbereitung hinter Dir hast (z.B. bei einem Verbesserungsversuch) und Du gezielt vorhandene Schwächen aufarbeiten möchtest.

Mehr zu den Vorbereitungszeiträumen findest Du hier: Wie lange dauert die Examensvorbereitung im Jurastudium?

 

6. Repetitorium, Uni-Rep, Online-Rep oder Selbststudium?

Was ist ein Repetitorium überhaupt?

Ein Repetitorium ist ein Kurs, der Dich durch den gesamten Examensstoff führt. Du hast die Rechtsgebiete im Studium schon gehört, jetzt geht es darum, sie zu ordnen, zu priorisieren und auf Klausurniveau abrufbar zu machen.

Dabei gibt es das Universitätsrepetitorium, das kommerzielle Repetitorium und das Online-Repetitorium.

 

Braucht man für die Examensvorbereitung ein Repetitorium?

Nein, zwingend notwendig ist ein Repetitorium nicht. Es gibt einige Studierende, die ihr Examen im Selbststudium schaffen. Ein gutes Repetitorium kann Dir die Vorbereitung aber erheblich erleichtern. Vor allem nimmt es Dir viel Organisation ab. Du bekommst einen Lernplan, aufeinander abgestimmte Lernmaterialien und eine klare Struktur für die gesamte Vorbereitungszeit. Außerdem hast Du Ansprechpartner, wenn beim Lernen Fragen entstehen.

Ohne Repetitorium musst Du all das selbst organisieren und verschiedene Materialien miteinander kombinieren. Das kann funktionieren, kostet aber Zeit. Entscheidend ist dann vor allem, einen Anbieter zu wählen, dessen Konzept zu Dir passt. Optimalerweise einen, der Dir das Bestehen des Examens garantiert, wie es beispielsweise Legalexo macht.

Hier findest Du meinen persönlichen Erfahrungsbericht zur Examensvorbereitung ohne Repetitor. 

 

Kann man das Jura-Examen ohne Repetitorium schaffen?

Ja, das geht. Vor allem wenn Du Dich gut selbst organisieren kannst und gerne eigenständig mit Skripten oder Lehrbüchern arbeitest, kann eine Examensvorbereitung ohne Repetitorium funktionieren.

Du musst dabei allerdings vier Dinge selbst abdecken: den Examensstoff sinnvoll gliedern, geeignete Lernmaterialien finden, einen Lernplan inklusive Wiederholungen erstellen und regelmäßig Klausuren auf Examensniveau schreiben und korrigieren lassen. Gerade beim letzten Punkt solltest Du nicht sparen, denn ohne vernünftiges Feedback ist es schwer, die eigene Klausurtechnik zu verbessern.

Mehr dazu: Examensvorbereitung ohne Rep. So funktioniert es!

Oft sprechen die Kosten gegen ein kommerzielles Rep. Mittlerweile gibt es dafür allerdings Alternativen. Bei Legalexo können beispielsweise BAföG-Berechtigte über ein Stipendium den Examenskurs kostenlos nutzen. Mit dem Zukunftspakt ist außerdem eine Zahlung des Examenskurses auch erst nach dem Examen möglich. So kannst Du Dich voll auf die Vorbereitung konzentrieren ohne Dir Gedanken über die Finanzierung machen zu müssen.

Wenn Du wissen willst, ob Stipendium oder Zukunftspakt besser zu Dir passen, haben wir Dir diese Fragen in unserer Entscheidungshilfe beantwortet.

 

Was ist ein Präsenzrepetitorium?

Ein Präsenzrepetitorium ist Frontalunterricht in einer großen Gruppe. Du gehst an zwei oder drei Vormittagen pro Woche in einen Kursraum, ein Repetitor bespricht den Stoff, arbeitet Fälle durch und Du schreibst mit. Die Gruppen umfassen je Standort 30 bis über 80 Teilnehmende pro Raum.

Das Format ist alt. Die ältesten Anbieter sind in den 1950er und 60er Jahren entstanden, und am Grundaufbau hat sich seitdem wenig geändert: eine Person vorne, viele Zuhörende, ein festes Programm für alle. Die Lernforschung ist inzwischen weiter. Wissen sitzt nachweislich besser, wenn Du es aktiv abrufst, in Abständen wiederholst und selbst anwendest. Ein Vormittag Zuhören leistet davon wenig.

Praktisch heißt das drei Einschränkungen. Du bekommst keine persönliche Begleitung, weil bei sechzig Leuten im Raum niemand mitbekommt, wo Du stehst. Du bist an Kurszeiten gebunden. Und was Du in der Stunde nicht verstanden hast, musst Du Dir selbst beibringen durch aufwendige Nacharbeit.

Mittlerweile sind deshalb viele Alternativen zu klassischen Präsenzrepetitorien entstanden wie beispielsweise der Examenskurs von Legalexo, der Dir das Bestehen des Staatsexamens garantiert.

Tipp: In diesem Artikel zeigen wir Dir alle Vor- und Nachteile von einem kommerziellen Repetitorium.

 

Was ist ein Online-Repetitorium?

In einem Online-Rep lernst Du digital, also zeit- und ortsunabhängig. Du bekommst Videos und Lernmaterialien und lernst so, wie es in Deine Woche passt.

Drei Punkte unterscheiden ein Online-Rep von klassischen Präsenzrepetitorien. Du lernst individueller, flexibler und hast immer die aktuellsten Unterlagen. Weil sich digiatle Inhalte schneller aktualisieren lassen.

Aber Achtung! Online-Rep ist nicht gleich Online-Rep. Achte bei der Auswahl des Online-Reps darauf, ob es einfach nur eine abgefilmte Präsenz-Vorlesung ist (dann bringt es Dir wenig) oder, ob es eigens didaktisch produzierte Erklärvideos für das digitale Lernen sind wie beispielsweise im Examenskurs von Legalexo.

Tipp: Ob ein Online-Rep oder ein kommerzielles Rep für Dich die richtige Wahl ist, haben wir Dir in diesem Artikel ausführlich erklärt: Kommerzielles Rep vs. Online-Rep: Was ist besser?

 

Was ist ein Uni-Repetitorium?

Neben den Präsenz-Reps und den Online-Reps gibt es auch an den meisten Uni ein Online-Repetitorium. Es ist für eingeschriebene Studierende kostenlos und wird von Lehrstühlen oder wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen durchgeführt.

Dass es kostenlos ist, ist ein großer Vorteil des Uni-Reps. Doch es gibt auch einige Nachteile. Am Ende ist ein Uni-Rep genau wie eine Vorlesung. Die Qualität hängt vom jeweiligen Prof ab. Die Materialien sind oft akademisch, zu umfangreich und nicht auf das Examen zugeschnitten. Einen Lernplan gibt es nicht. Du musst Dich um die komplette Organisation selbst kümmern.

Ob ein Uni-Rep wirklich ausreicht, um sich erfolgreich auf das Staatsexamen vorzubereiten, haben wir Dir in diesem Blog-Beitrag vertiefend erklärt: Uni-Repetitorium Jura: Reicht das für das Examen?

 

Welches Repetitorium passt zu Dir? Die wichtigsten Entscheidungskriterien

Sicherheit. Rund jeder Dritte besteht das Examen nicht. Prüfe, ob der Anbieter tatsächlich Verantwortung für Dein Examensergebnis übernimmt. Wenn der Anbieter nur mit Erfahrung wirbt, ohne wirklich in Form einer Examensgranatie dafür einzustehen, gibt dir das nur eine scheinbare Sicherheit.

Flexibilität. Feste Kurszeiten am Vormittag funktionieren nicht, wenn Du nebenher arbeitest, Betreuungsverantwortung hast oder pendelst. Online-Repetitorien sind dann die bessere Wahl.

Unterrichtsformat. Frontalunterricht in der Gruppe oder Erklärvideos, die Du in Deinem Tempo durchgehst und wiederholen kannst. Schau, was für Dich passt. Nach den Ergebnissen der Lernforschung ist reiner Frontalunterricht oder aktives Lernen nicht die sinnvollste Art. Achte darauf, verschiedene Formate zu kombinieren, also zum Beispiel Videos, Skripte und Lerngruppe.

Organisation und Struktur. Das Uni-Rep liefert hier nichts. Bei kommerziellen Repetitorien bekommst Du zehn bis elf Wochenstunden Unterricht, den Rest der Woche (bis zu 30 Stunden) planst Du selbst. Im Examenskurs von Legalexo bekommst Du einen strukturierten Lernplan, der Dir jeden Tag zeigt, was Du lernen musst.

Bundeslandspezifische Inhalte. Fünf Prozent des Prüfungsstoffs sind Landesrecht, und die entscheiden im Verwaltungsrecht BT über Punkte. Präsenzkurse vor Ort decken das automatisch ab, bei Online-Anbietern musst Du gezielt prüfen, ob Dein Bundesland dabei ist. Legalexo beispielsweise deckt im Examenskurs das gesamte Landesrecht spezifisch für Dein Bundesland ab.

Vertiefender Artikel: Jura-Repetitorium Vergleich: Auf welche Kriterien Du achten musst

 

7. Vergleich Kommerzielle Repetitorien

Was kostet ein Jura-Repetitorium?

Der Monatsbeitrag der klassischen Anbieter liegt zwischen 165 und 269 Euro. Diese Zahl ist aber nicht Dein Gesamtpreis, weil bei den meisten Anbietern mehrere Positionen separat abgerechnet werden.

Ein realistisches Beispiel für einen Anbieter mit 200 Euro Monatsbeitrag:

  • Jahreskurs, 12 Raten à 200 Euro: 2.400 Euro

  • Crashkurse zur Endphase, je nach Anbieter und Umfang: plus 90 bis 800 Euro

  • Zusatzskripten, auf die im Kurs verwiesen wird: plus 100 bis 300 Euro

  • Gesamtkosten: 2.700 bis 3.000 Euro

Im Vergleich dazu der Examenksurs von Legalexo:

  • Jahreskurs: 199€/Monat

  • Crashkurse, Klausurenkurs, Skripte, Lerngruppe, aktuelle Rechtsprechung: Alles inklusive

Du landest also bei Legalexo, wenn Du den Kurs 12 Monate buchst, bei 2.388€. Du kannst den Examenskurs 14 Tage kostenlos testen und monatlich kündigen.

Drei Dinge solltest Du bei jedem Anbieter vor der Anmeldung klären: Was ist tatsächlich im Monatsbeitrag enthalten, wie lang ist die Mindestvertragslaufzeit, und welche Kündigungsfrist gibt es?

Tipp: Was Dich die Examensvorbereitung wirklich kostet und welche Kosten Du alles auf dem Schirm haben solltest, haben wir Dir in diesem ausführlichen Artikel erläutert: Kosten der Examensvorbereitung

 

Hemmer

Hemmer gibt es seit den 1980er Jahren, unterrichtet an über dreißig Standorten und bietet den Jahreskurs hybrid an, also in Präsenz mit Livestream und Aufzeichnung.

Der Kurs besteht aus Frontalunterricht an zwei bis drei Vormittagen pro Woche plus Klausurenkurs. Dazu kommen Kursmaterialien mit Fällen und Lösungen, Überblickskarteikarten, die Zeitschrift Life&LAW und je nach Standort zehn bis zwölf Skripten. Crashkurse und weitere Skripten kosten extra.

 

Alpmann Schmidt

Alpmann Schmidt existiert seit den 1950er Jahren und ist ebenfalls bundesweit vertreten. Hemmer und Alpmann Schmidt unterscheiden sich nicht wirklich. Auch hier bekommst Du einen Jahreskurs mit Frontalunterricht über 12 Monate.

 

Jura Intensiv

Jura Intensiv arbeitet seit den 1980er Jahren, ist an rund zwanzig Standorten aktiv und verfolgt das gleiche Konzept wie Hemmer oder Alpmann Schmidt: Jahreskurs, Frontalunterricht in Präsenz mit Online-Option, begleitender Klausurenkurs, Lernmaterialien.

 

Was die drei Anbieter unterscheidet: Nichts.

Wenig. Alle drei arbeiten mit Frontalunterricht in großen Gruppen, alle drei liefern ein Materialpaket mit Fällen, Lösungen und Skripten, alle drei rechnen Crashkurse zusätzlich ab.

Was Du bei keinem der drei bekommst: Sicherheit in Form einer Examensgarantie. Einen Lernplan für die Tage zwischen den Kursstunden, eine organisierte Lerngruppe, individuelles Feedback zu Deinen Klausuren in Form einer Videokorrektur, Ansprechpartner außerhalb des Unterrichts.

Wenn Du zwischen den drei wählst, entscheidet der Standort und die Frage, mit welchem Repetitor Du besser zurechtkommst. Probehören ist bei allen möglich und ist dafür die einzige verlässliche Grundlage.

Entscheidungshilfe: Wenn Du Dich fragst, welches Repetitorium das beste Repetitorium für die Examensvorbereitung ist, hilft Dir dieser Artikel weiter: Welches Rep ist das beste?

 

Legalexo Examenskurs

Legalexo wurde von Jurist:innen gegründet, die mit ihrer eigenen Examensvorbereitung an kommerziellen Repetitorien und im Uni-Rep unzufrieden waren. Der Kurs setzt an genau den Punkten an, die oben fehlen.

Sicherheit statt Vorleistung. Bei allen anderen Anbietern zahlst Du unabhängig vom Ergebnis. Legalexo gibt eine Examensgarantie und verdient nur Geld, wenn Du bestehst.

Struktur statt Planlos lernen. Statt zehn Wochenstunden Unterricht und dem Rest in Selbstorganisation bekommst Du einen Lernplan auf Tagesebene über zwölf Monate.

Individuelles Feedback statt Votum. Zu 17 Klausuren im Klausurenkurs bekommst Du eine persönliche Videokorrektur von rund 30 Minuten. Hilfreiches Feedback, was Dich wirklich verbessert statt hingeschmierte Randbemerkungen, die keiner versteht. Die Korrektur bekommst Du innerhalb von 7 Tagen und damit oft schneller als bei vielen anderen Anbietern.

Betreuung statt Kursraum. Feste persönliche Ansprechpartner und eine begleitete Lerngruppe mit wöchentlicher Fallbesprechung.

Flexibilität statt Kurszeiten. Du bestimmst Zeit und Ort selbst.

Der Kurs kostet 199 Euro pro Monat inklusive aller Bestandteile, deckt alle 16 Bundesländer ab und ist monatlich kündbar. Für BAföG-Berechtigte gibt es das Legalexo Stipendium für die kostenlose Nutzung und den Zukunftspakt mit einkommensabhängiger Rückzahlung nach dem Examen.

Tipp: Den Examenskurs von Legalexo kannst Du 14 Tage kostenlos testen. 

 

Kostenlose Tools für die Examensvorbereitung

Du musst nicht für jedes gute Lernangebot bezahlen. Uni-Reps, juristische Datenbanken, kostenlose Fälle, Anki und YouTube können Dich sinnvoll unterstützen. Welche kostenlosen Angebote sich für die Examensvorbereitung wirklich lohnen und wo ihre Grenzen liegen, zeigen wir Dir hier: Kostenlose Examensvorbereitung: Die besten Tools und Angebote

 

8. Online-Repetitorien für die Examensvorbereitung

Welche Vorteile hat ein Online-Repetitorium?

Du lernst zeit- und ortsunabhängig. Kein Kursraum, keine Anfahrt, keine feste Uhrzeit. Über zwölf Monate sparst Du allein an Wegzeit mehrere Wochen.

Du lernst individuell. Schwierige Themen gehst Du mehrfach durch, sicher beherrschte überspringst Du. In einem Präsenzkurs läuft das Programm für alle im selben Tempo.

Die Inhalte sind aktueller. Kommt im Mai eine relevante Entscheidung, kann ein digitaler Anbieter das Material in kürzester Zeit anpassen. Ein gedrucktes Skript kann nicht mehr aktualisiert werden.

Doch einen großen Nachteil haben viele Online-Reps. Es ist anonym und es fehlt der persönliche Austausch. Genau deshalb gibt es beim Examenskurs von Legalexo feste persönliche Ansprechpartner, ein Forum mit Dozentenantworten und eine begleitete Lerngruppe mit wöchentlicher Fallbesprechung zum Kurs. So wirst Du im Examenskurs von Legalexo sogar noch persönlicher begleitet als in einem klassischen Präsenzrepetitorium.

Tipp: Wenn Du noch unentschlossen bist, ob Du ein klassisches Präsenz-Rep oder ein Online-Repetitorium besuchen sollst, lies Dir diesen Artikel durch: Kommerzielles Rep vs. Online-Rep. Was ist besser?

 

Jura Online

Jura Online bietet ein Komplettpaket für das Erste Examen mit hunderten eigenen Lernvideos, Übersichten, Prüfungsschemata, Übungsfragen und Klausurfällen mit Lösungsvideo. Die Inhalte sind für das Online-Lernen produziert, nicht abgefilmt, und es gibt landesspezifische Inhalte für alle 16 Bundesländer.

Der Klausurenkurs ist nicht enthalten und wird separat gebucht. Korrigiert wird schriftlich mit Votum, zurück kommt die Korrektur nach Ende der Bearbeitungszeit innerhalb von bis zu zwei weiteren Wochen. Lernplan, Lerngruppe und persönliche Ansprechpartner gibt es nicht.

Lecturio

Lecturio ist eine allgemeine E-Learning-Plattform, auf der Jura eines von vielen Fachgebieten ist. Die juristischen Inhalte stammen aus Kooperationen mit Präsenzrepetitorien und liegen als Live-Aufzeichnung oder als Studioaufnahme mit Vortragsfolien vor. Die Einheiten dauern zwischen dreißig Minuten und zwei Stunden.

Zwei Punkte sind für die Auswahl entscheidend. Beim Verwaltungsrecht Besonderer Teil bietet Lecturio ausschließlich das Landesrecht Hessen an und empfiehlt für alle anderen Bundesländer selbst zusätzliche Lehrbücher. Einen Klausurenkurs mit individueller Korrektur gibt es nicht.

Außerdem werden die Inhalte ab dem 31.12.2026 nicht mehr aktualisiert. Es besteht also das Risiko, dass Du mit veralteten Lernmaterialien lernst.

Legalexo

Von anderen Online-Repetitorien unterscheidet sich der Examenskurs von Legalexo in drei Punkten.

Examensgarantie. Wer nach dem Lernplan lernt und nicht besteht, bekommt sein Geld zurück. Legalexo übernimmt dadurch persönliche Verantwortung für Deinen Erfolg im Examen und ist dazu gezwungen gute Lernmaterialien und Korrekturen zur Verfügung zu stellen.

Persönliche Betreuung. Feste Ansprechpartner für fachliche und organisatorische Fragen, ein Forum für den Austausch mit anderen Studierenden, Kommentarfunktion unter jedem Video und regelmäßige Q&A-Sessions mit den Dozierenden.

Begleitete Lerngruppe. Einmal pro Woche ein Fall auf Examensniveau, gemeinsam besprochen, unter Anleitung. Wenn Du keine Lernpartner hast, wirst Du welchen zugewiesen.

Dazu kommt der Klausurenkurs mit persönlicher Videokorrektur im Kurspreis sowie Landesrecht für alle 16 Bundesländer.

Lese-Tipp: Der ultimative Vergleich der beliebtesten Online-Reps. Welches solltest Du wählen?

 

9. Lernplan für die Examensvorbereitung

Wie erstellt man einen Lernplan für das Jura-Examen?

Ein Lernplan entsteht in fünf Schritten.

Erstens: Rückwärts rechnen. Du startest beim Prüfungstermin und rechnest zurück. Die letzten sechs Wochen sind Wiederholung, davor liegen zwei bis drei Monate Endphase mit Fokus auf Klausuren, davor der eigentliche Stoffdurchgang.

Zweitens: Stoffliste erstellen. Schreib alle Themengebiete auf, die Du beherrschen musst. Nicht als Grobgliederung mit zwölf Punkten, sondern so kleinteilig, dass ein Punkt an einem Tag zu bewältigen ist. Am Ende hast Du zwischen 150 und 250 Einheiten.

Drittens: Zeitbudget festlegen. Wie viele Lerntage hast Du tatsächlich? Zwölf Monate sind rund 250 Arbeitstage, wenn Du sechs Tage pro Woche lernst und vier Wochen Urlaub einplanst.

Viertens: Wiederholung einbauen. Das ist der Schritt, den fast alle überspringen. Reserviere von Anfang an mindestens dreißig Prozent Deiner Zeit für Wiederholung. Ein Plan, der nur Neustoff enthält, produziert Wissen, das im vierten Monat schon wieder weg ist.

Fünftens: Klausurtermine fixieren. Trag feste Klausurtage in den Plan ein, bevor Du die Themen verteilst. Sonst fallen sie als erstes raus, wenn es eng wird.

Die genau Anleitung für einen Lernplan, haben wir Dir hier verlinkt: Lernplan für die Vorbereitung auf das erste Staatsexamen.

 

Wie viele Stunden pro Tag sollte man in der Examensvorbereitung lernen?

Fünf bis sechs Stunden konzentrierte Arbeit sind das realistische Maximum. Wer von zwölf Stunden erzählt, zählt Pausen, Anfahrt und die Zeit mit, in der er über dem Buch gesessen hat, ohne etwas aufzunehmen.

Entscheidend ist aber die Qualität der Stunden. Zwei Stunden aktives Arbeiten an einem Fall bringen Dir mehr als vier Stunden Skripten lesen.

Mehr dazu: Wie viel lernen pro Tag ist sinnvoll in der Examensvorbereitung?

 

Wie sieht ein typischer Tag in der Examensvorbereitung aus?

Das ist komplett individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel, welches Rep Du besuchst und ob Du eher morgens oder abends lernen kannst.

Lese-Tipp: Der perfekte Tag in Deiner Examensvorbereitung

 

10. Karteikarten in der Examensvorbereitung

Sind Karteikarten für das Jura-Examen sinnvoll?

Ja, für einen bestimmten Zweck. Karteikarten sind das beste Werkzeug für alles, was Du abrufbar im Kopf haben musst: Definitionen, Prüfungsschemata, und die wichtigsten Streitstände mit ihren Argumenten.

Sie sind nicht das Werkzeug für Verständnis. Deswegen musst Du nebenbei mit Fällen und Lernmaterialien lernen, die sich nicht auf auswendig lernen fokussieren, sondern echtes Verständnis fördern, wie zum Beispiel die Erklärvideos von Legalexo.

Das tolle an Karteikarten ist, dass sie Dich dazu zwingen, das Wissen aktiv abzurufen, statt es nur passiv zu konsumieren. Dadurch ist der Lerneffekt deutlich größer.

 

Karteikarten selber schreiben oder kaufen?

Selbst schreiben ist besser für das Verständnis, kostet aber viel Zeit. Wer sich hinsetzt und eine Karte zum gutgläubigen Erwerb formuliert, muss das Thema erst einmal durchdringen. Dieser Effekt ist real.

Fertige Kartensets sind schneller und meist systematisch vollständig, aber sie sind nicht in Deinen Worten formuliert und enthalten oft mehr, als Du brauchst.

Versuch daher am besten zuerst Deine Karteikarten selbst zu erstellen, bevor Du einfach blind irgendwelche Karteikarten kaufst.

 

Was ist Spaced Repetition und wie hilft es mir bei Karteikarten?

Spaced Repetition heißt, dass Du Inhalte in wachsenden Abständen wiederholst, statt sie einmal intensiv zu lernen. Der Grund: Vergessen läuft nach einer Kurve ab, und jede Wiederholung kurz vor dem Vergessen flacht diese Kurve ab. Nach fünf oder sechs sauber verteilten Wiederholungen sitzt ein Inhalt monatelang.

Der Ablauf ist einfach. Du beantwortest eine Karte und bewertest, wie sicher Du warst. Sicher beantwortete Karten kommen mit größerem Abstand zurück, unsichere schnell wieder. Genau deshalb funktionieren digitale Systeme hier besser als Papier, weil sie die Intervalle automatisch verwalten.

Für Jura ist das besonders relevant, weil Du im Examen Stoff abrufen musst, den Du teilweise vor elf Monaten gelernt hast. Ohne systematische Wiederholung ist genau dieser Stoff am Prüfungstag nicht verfügbar.

 

Papier oder digitale Karteikarten: Welche Möglichkeiten gibt es?

Papier hat einen Vorteil: Du schreibst von Hand, und dadurch verankert sich das Wissen schneller. Der Nachteil ist, dass Du Dich selbst um den Wiederholungsrhythmus kümmern musst. Das kann irgendwann zu viel werden.

Als digitale Alternative wird oft Anki verwendet. Denn dieses kostenlose Programm verwaltet die Wiederholungs-Intervalle automatisch.

 

11. Lernmaterialien für die Examensvorbereitung

Skript, Lehrbuch oder Video: Womit solltest Du lernen?

Die drei Formate haben unterschiedliche Aufgaben.

Lehrbücher gehen in die Tiefe und erklären Zusammenhänge ausführlich. Sie sind richtig, wenn Du ein Thema grundlegend nicht verstanden hast. Für die Examensvorbereitung als Hauptmaterial sind sie zu umfangreich, weil sie nicht nach Prüfungsrelevanz gewichten. Außerdem wird Dir das Thema nur abstrakt erklärt und Dir nicht gezeigt, wie Du es in der Klausur anwendest. Lernst Du nur mit dem Lehrbuch, ist die Gefahr groß, dass Du zum Theoretiker wirst.

Skripten sind deutlich kürzer. Sie sind das übliche Medium für die Examensvorbereitung. Schau daher genau, bei welchem Anbieter welche Skripte im Kurspreis enthalten sind.

Erklärvideos liefern Erklärung und Struktur gleichzeitig und sprechen zwei Kanäle an, was das Verständnis erleichtert. Sie funktionieren super für den ersten Überblick über ein Thema und auch für die schnelle Wiederholung.

Mehr dazu: Welche Lernmaterialien brauche ich wirklich für die Examensvorbereitung?

 

Examensklausuren als Lernmaterial

Klausuren auf Examensniveau sind das beste Lernmaterial, was Du nutzen kannst, sobald Du den Stoff einmal grob verstanden hast. Denn nur so übst Du die Sachen, die später von Dir im Examen verlangt werden: Einen Fall in 5 Stunden zu lösen.

Achte dabei darauf, dass die Klausuren, mit denen Du lernst auch wirklich auf Examensniveau sind und echte Musterlösungen enthalten. Oft sind Klausuren von kommerziellen Anbietern zu vollgepackt mit Spezialproblemen und vertiefenden Hinweisen. Im Examenskurs von Legalexo bekommst Du Klausuren, die auf originalen Klausuren aus dem Examen beruhen und deren Musterlösungen exakt so formuliert sind, wie Du es auch im Examen machen musst. Damit Du genau weißt, was Dich erwartet und was von Dir erwartet wird.

 

 

Apps und digitale Tools für die Examensvorbereitung

Karteikarten-Apps, KI-Tools, Lernplaner und Fokus-Apps können Dir in der Examensvorbereitung viel Arbeit abnehmen. Welche Tools sich für Jura wirklich lohnen und wofür Du sie sinnvoll einsetzen kannst, haben wir hier gesammelt: Die besten Apps für die Examensvorbereitung

 

12. Fälle und Klausuren in der Examensvorbereitung

Ab wann solltest Du Fälle und Examensklausuren bearbeiten?

Fälle: ab dem ersten Tag. Nicht erst, wenn Du ein Rechtsgebiet abgeschlossen hast. Wenn Du eine Woche Leistungsstörungen gelernt hast, löse am Ende der Woche einen Fall dazu. Kleine Fälle mit einem Problemschwerpunkt reichen völlig.

Vollständige Examensklausuren: Nach den ersten Wochen, aber natürlich nur zu den Fächern, die Du schon kannst. Es bringt Dir nix eine Klausur im Erbrecht zu lösen, wenn Du grad erst BGB AT so richtig verstanden hast.

Und ernst gemeinter Hinweis: Du wirst Dich nie bereit fühlen für die erste Probeklausur. Aber das ist auch überhaupt nicht schlimm. Aber das ist auch nicht schlimm. Wichtig ist, dass Du sie einfach mal löst. Ob richtig oder nicht, ist völlig egal. Es geht um den Lerneffekt.

 

Wie viele Examensklausuren sollte man vor dem Examen geschrieben haben?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Häufig hört man Empfehlungen von etwa 40 bis 70 Klausuren, allerdings wird dabei oft nicht sauber zwischen Lösen und vollständigem Ausformulieren unterschieden. Das ist ein großer Unterschied: Für viele Klausuren reicht es, den Sachverhalt zu analysieren, eine Lösungsskizze zu erstellen und die Lösung anschließend gründlich nachzubereiten. Andere solltest Du bewusst unter Examensbedingungen vollständig ausschreiben.

Wie viele Klausuren sinnvoll sind und wie Du Schreiben und Lösen kombinierst, erklären wir ausführlich im Artikel zur richtigen Anzahl an Examensklausuren.

 

Wie bereitest Du eine Probeklausur richtig nach?

Egal, wie viele Klausuren Du schreibst: Wenn Du sie nicht richtig nachbereitest, ist der Lerneffekt gleich null.

Sinnvoll ist zum Nachbereiten der Probeklausur dieser Ablauf:

Erstens: Eigene Lösung mit der Musterlösung vergleichen, Punkt für Punkt. Wo fehlt ein Problem komplett, wo hast Du es erkannt, aber falsch verortet, wo war die Argumentation dünn?

Zweitens: Fehler kategorisieren. Ordne jeden Fehler einer Kategorie zu: Wissenslücke, Aufbaufehler, Sachverhalt nicht ausgewertet, Zeitproblem, Schwerpunkt falsch gesetzt. Im Laufe der Zeit erkennst Du Muster und weißt genau, woran Du arbeiten musst.

Drittens: Klausurtagebuch führen. Notiere zu jeder Klausur Note, die Hauptfehlerkategorien und eine konkrete Maßnahme für die nächste. Nach zehn Klausuren siehst Du schwarz auf weiß, ob Du an Wissen arbeiten musst oder an Technik.

Vertiefend: Examensklausuren richtig nachbereiten

 

Wo findest Du gute Probeklausuren auf Examensniveau?

Eine gute Anlaufstelle sind zunächst die Klausurenkurse der Universitäten. Dort bekommst Du regelmäßig neue Übungsklausuren, wobei Sachverhalte und Lösungen teilweise etwas akademischer ausfallen als im echten Examen.

Auch Ausbildungszeitschriften wie JuS oder JA veröffentlichen Examensklausuren mit Lösungen. Allerdings sind auch hier die Musterlösungen häufig ausführlicher und wissenschaftlicher, als Du selbst in fünf Stunden schreiben würdest.

Fallbücher eignen sich ebenfalls gut zum Üben. Viele Fälle sind allerdings kürzer und stärker auf einzelne Probleme zugeschnitten.

Eine weitere Quelle ist der Examenskurs von Legalexo. Dort findest Du Klausuren auf Examensniveau mit Musterlösung und zusätzlich einer Videobesprechung, in der die Lösung Schritt für Schritt erklärt wird.

 

13. Klausurenkurs in der Examensvorbereitung

Braucht man einen Klausurenkurs?

Ja. Ein Klausurenkurs gehört zu einer guten Examensvorbereitung dazu. Egal, ob Du den an deiner Uni nutzt oder Dir einen Klausurenkurs bei einem kommerziellen Anbieter buchst. Du musst regelmäßig Klausuren auf echtem Examensniveau schreiben und dazu eine vernünftige Korrektur bekommen. Erst dann merkst Du, wo Du wirklich stehst.

Alles, was Du über einen Klausurenkurs in der Examensvorbereitung wissen musst, haben wir Dir in diesem Artikel erklärt: Klausurenkurs für das erste Staatsexamen - Das musst Du vor der Buchung wissen.

 

Uni-Klausurenkurs oder kommerzieller Klausurenkurs?

Beides kann sinnvoll sein. Der große Vorteil des Uni-Klausurenkurses ist offensichtlich: Er ist kostenlos und Du bekommst regelmäßig neue Klausuren. Die Qualität der Klausuren und der Korrekturen kann allerdings je nach Universität und Korrektor stark schwanken.

Bei einem kommerziellen Klausurenkurs solltest Du genauer hinschauen, was Du tatsächlich bekommst. Entscheidend ist für weniger der Name des Anbieters als die Qualität des Feedbacks. Wenn Du nur eine Punktzahl, ein paar Randbemerkungen und ein kurzes Standardvotum zurückbekommst, ist der Lerneffekt begrenzt. Achte darauf, dass eine Videokorrektur angeboten wird. Dann ist das Feedback deutlich umfangreicher.

 

Woran erkennt man einen guten Klausurenkurs?

Drei Dinge sind besonders wichtig.

Erstens sollte die Korrektur wirklich individuell sein. Du musst nach der Rückgabe verstehen, warum Du Punkte verloren hast und was Du in der nächsten Klausur konkret anders machen solltest. Idealerweise kommt das Feedback schnell zurück, solange Du Deine Bearbeitung noch im Kopf hast.

Zweitens sollten die Klausuren auf echtem Examensniveau liegen. Fallbuchfälle sind dafür häufig zu kurz oder zu stark auf einzelne Probleme zugeschnitten.

Drittens ist es hilfreich, wenn die Klausuren zu Deinem aktuellen Lernstand passen. Wenn Du gerade Schuldrecht lernst und plötzlich eine Klausur zu einem Gebiet bekommst, das Du noch gar nicht behandelt hast, ist das wenig sinnvoll.

Bei Legalexo sind die Klausuren deshalb auf den Lernplan abgestimmt. Zu 17 Klausuren erhältst Du eine persönliche Videokorrektur, bei der Deine Bearbeitung Seite für Seite besprochen wird. Die Rückgabe erfolgt innerhalb von sieben Tagen. Zusätzlich gibt es einen Erwartungshorizont und ein Klausurtagebuch. Damit Du genau weißt, was Du beim nächsten Mal besser machen kannst.

 

Was kostet ein Jura-Klausurenkurs?

Das hängt stark vom Anbieter ab. Uni-Klausurenkurse sind in der Regel kostenlos. Bei kommerziellen Repetitorien ist der Klausurenkurs teilweise bereits im Examenskurs enthalten, teilweise gibt es zusätzlich buchbare Angebote oder einzelne Klausuren.

Bei Legalexo beispielsweise kannst Du den Klausurenkurs für das Examen nicht extra buchen, sondern er ist fester Bestandteil des Examenskurses und wird nicht zusätzlich berechnet.

 

14. Lerngruppe in der Examensvorbereitung

Warum ist eine Lerngruppe sinnvoll?

Weil Du in einer Lerngruppe genau das machst, was im Examen von Dir verlangt wird: einen Fall diskutieren, Deine Lösung begründen und Gegenargumente aushalten.

Dahinter stehen zwei Effekte aus der Lernforschung. Der erste ist die Feynman-Technik: Wer ein Problem so erklären kann, dass es ein Laie versteht, hat es wirklich verstanden. Sobald Du beim Erklären ins Stocken kommst, hast Du eine Lücke gefunden. Der zweite ist der Protégé-Effekt: Dein Gehirn speichert Inhalte tiefer ab, wenn Du sie weitergeben willst.

Dazu kommt der organisatorische Teil. Eine Lerngruppe gibt Dir feste Termine, an denen Du vorbereitet sein musst, und sie sorgt dafür, dass Du in zwölf Monaten Examensvorbereitung nicht komplett allein sitzt.

Mehr Infos, wie Du Deine Lerngruppe organisierst, findest Du in diesem Artikel: Deine Lerngruppe für die Examensvorbereitung.

 

Mit wem solltest Du eine Lerngruppe bilden?

Mit Leuten, die auf einem ähnlichen Niveau sind und den gleichen Anspruch haben wie Du. Wenn ein Mitglied deutlich weiter ist, wird die Gruppe zum Nachhilfeunterricht. Wenn eines regelmäßig unvorbereitet kommt, hilft das auch nicht weiter.

Frag Dich vor dem Start drei Dinge: Wollen alle im gleichen Termin schreiben? Sind alle bereit, die Fälle vorher zu bearbeiten? Und könnt Ihr Euch fachlich widersprechen, ohne dass es persönlich wird?

Die ideale Größe liegt bei drei bis vier Personen. Zwei sind zu wenig, weil ein Ausfall die Gruppe lahmlegt. Ab fünf wird es ein organisatorisches Chaos und der Lerneffekt pro Person zu klein.

Wenn Du niemanden findest: Im Examenskurs von Legalexo wirst Du einer begleiteten Lerngruppe zugeteilt, die von einem Dozierenden geleitet wird. Wenn Du mit Deinen Freunden den Examenskurs besuchst, dann kannst Du mit ihnen gemeinsam die Lerngruppe bilden.

 

Was macht man in einer Lerngruppe?

Einen Fall. Nicht Stoff wiederholen, nicht Karteikarten abfragen, nicht darüber reden, wie stressig alles ist.

Der Ablauf, der funktioniert: Alle bearbeiten vorher denselben Fall auf Examensniveau. Im Treffen geht einer den Aufbau durch, die anderen unterbrechen bei jeder Stelle, an der sie es anders gelöst hätten. Am Ende vergleicht Ihr mit der Musterlösung und notiert, wo alle dasselbe Problem übersehen haben.

Zwei Stunden pro Woche reichen. Länger wird es unproduktiv, und eine Lerngruppe ersetzt nicht Deine eigene Arbeitszeit.

 

15. Nachhilfe und Einzelrepetitorium in der Examensvorbereitung

Wann kann Jura-Nachhilfe in der Examensvorbereitung sinnvoll sein?

Wenn Du ein konkretes Problem hast, das Du allein nicht löst. Nachhilfe ist kein Ersatz für ein Repetitorium, sondern ein gezielter Eingriff bei einer einzelnen Baustelle.

Typische Fälle: Du verstehst ein Rechtsgebiet grundlegend nicht, obwohl Du es dreimal durchgearbeitet hast. Oder Deine Klausuren scheitern immer an derselben Stelle und Du kommst mit den Korrekturen nicht weiter.

Der große Nachteil von Nachhilfe ist, dass es sehr teuer ist. Sie kommt also nur in Betracht, wenn Dir Geld egal ist.

 

Für welche Probleme eignet sich individuelle Nachhilfe besonders?

Für alles, was sich nur mit Blick auf Deine eigene Arbeit klären lässt:

  • Klausurtechnik, wenn Du merkst, dass Du den Stoff kennst, aber die Punkte nicht bekommst

  • Zeitmanagement in der Klausur, wenn Du regelmäßig nicht fertig wirst

  • Gutachtenstil und Schwerpunktsetzung, weil Dir hier jemand konkret an Deinem Text zeigen muss, was zu lang und was zu kurz ist

  • Ein einzelnes Rechtsgebiet, bei dem Du grundlegend hängst

Für das reine Nachholen von Wissen ist Nachhilfe zu teuer. Dafür reichen Skripten und Erklärvideos.

 

Wann lohnt sich ein Einzelrepetitorium?

Ein Einzelrepetitorium ist Nachhilfe über die gesamte Vorbereitungszeit, also ein Repetitor nur für Dich. Kostenpunkt: je nach Anbieter und Region meist zwischen 60 und 120 Euro pro Stunde. Über zwölf Monate kommst Du damit schnell in den fünfstelligen Bereich.

Sinnvoll ist das in wenigen Situationen. Wenn Du bereits einmal nicht bestanden hast und gezielt an Deinen Schwächen arbeiten musst. Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen keinen Gruppenkurs besuchen kannst. Oder wenn Dein Zeitplan so ungewöhnlich ist, dass kein Kursformat passt.

Für die meisten ist der bessere Weg ein Kurs mit persönlicher Betreuung. Im Examenskurs von Legalexo bekommst Du feste Ansprechpartner, Videokorrekturen zu Deinen Klausuren und eine begleitete Lerngruppe, also individuelles Feedback ohne Einzelunterrichtspreise.

 

16. Crashkurse in der Examensvorbereitung

Wann ist ein Crashkurs sinnvoll?

Wenn Du den Stoff schon einmal vollständig durchgearbeitet hast und ihn nochmal strukturiert und in kurzer Zeit wiederholen willst.

Wenn Du ihn nutzt, um Lücken zu schließen, wird es schwierig. In vier Stunden Sachenrecht lernt niemand das komplette examensrelevante Sachenrecht.

Im Examenskurs von Legalexo sind die Crashkurse über die gesamte Vorbereitungszeit verteilt und im Kurspreis enthalten. So wiederholst Du in sinnvollen Abständen, statt alles in die Endphase zu schieben.

 

Welche Anbieter für Jura-Crashkurse gibt es?

Crashkurse bieten praktisch alle Repetitorien an, auch für Studierende, die nicht ihren Jahreskurs besuchen. Hemmer, Alpmann Schmidt und Jura Intensiv haben eigene Kompaktformate für die Endphase. Kostenlose Crashkurse gibt es bei Legalexo, die in der Regel im Januar/Februar und Juni/Juli angeboten werden. Sie eignen sich perfekt für die Wiederholung vor der Semesterabschlussklausur, aber auch für Leute in der Examensvorbereitung.

 

17. Mentale Belastung in der Examensvorbereitung

Die Examensvorbereitung ist für die meisten Studierenden die anstrengendste Phase ihres Studiums. In Befragungen geben rund 70 bis 80 Prozent der Kandidat:innen an, sich gestresst und überfordert fühlen. Wenn Du also das Gefühl hast, dass Dir die Stoffmenge über den Kopf wächst, bist Du damit nicht allein.

Der größte Stressfaktor in der Examensvorbereitung ist die Stoffmenge. Genau deshalb ist ein Lernplan so wichtig. Wenn Du weißt, was heute ansteht und was Du geschafft hast, misst Du Deinen Fortschritt nicht daran, was noch alles fehlt.

Von schlechten Probeklausuren sollte man sich ebenfalls nicht entmutigen lassen. Gerade am Anfang liegen viele Ergebnisse im nicht bestandenen Bereich. Entscheidend ist nicht die Punktzahl, sondern was Du aus der Nachbereitung mitnimmst.

Auch der Vergleich mit anderen hilft selten. Du weißt nicht, wie gut es bei anderen wirklich läuft, und am Ende zählt nur Deine eigene Entwicklung.

Schau Dir hier an, welche Tipps und Tricks, die wirklich helfen, um mit dem Stress in der Examensvorbereitung klarzukommen: Mentale Belastung im Jurastudium: So wirst Du damit fertig.

 

18. Durchgefallen im Jura-Examen: Was jetzt?

Was passiert, wenn Du das erste Staatsexamen nicht bestehst?

Zuerst das Wichtigste: Ein nicht bestandenes Examen im ersten Versuch heißt erstmal nichts. In allen Bundesländern kannst Du die staatliche Pflichtfachprüfung wiederholen.

Nicht bestanden hast Du, wenn Du entweder die Zulassung zur mündlichen Prüfung nicht erreichst oder die Gesamtnote unter 4,0 Punkten liegt. Du bekommst dann einen Bescheid mit Deinen Einzelnoten.

Rund jeder Dritte besteht im ersten Anlauf nicht. Du bist also nicht allein.

Und wenn Du im Freiversuch geschrieben hast: Ein nicht bestandener Freischuss gilt als nicht abgelegt. Dir bleiben der reguläre Versuch und die Wiederholung.

Also: Mach Dir nix draus! Du kannst nochmal schreiben und dann zeigst Du es allen!

 

Wie solltest Du Deine Examensvorbereitung nach einem Fehlversuch verändern?

Der häufigste Fehler ist, dasselbe noch einmal zu machen, nur intensiver. Wenn Dein erster Ansatz nicht funktioniert hat, ist mehr davon selten die Lösung.

Fang mit einer Analyse an. Nimm Deine Klausuren und analysiere, woran es gelegen hat. Fehlendes Wissen und fehlende Klausurtechnik sind zwei völlig unterschiedliche Probleme mit unterschiedlichen Lösungen. Wenn Du in allen Klausuren dieselben Punkte verloren hast, weil Du den Sachverhalt nicht ausgewertet hast, brauchst Du kein weiteres Skript, sondern Klausurtraining mit echtem Feedback.

Dann prüf Deine Rahmenbedingungen. Hattest Du einen Lernplan, oder hast Du jeden Tag neu entschieden? Hast Du regelmäßig Klausuren geschrieben und nachbereitet? Hattest Du jemanden, mit dem Du fachlich reden konntest?

Für den zweiten Anlauf lohnt sich deshalb ein Konzept mit mehr Struktur und mehr Feedback als beim ersten Mal. Der Examenskurs von Legalexo ist dafür gebaut: strukturierter Lernplan auf Tagesebene, Videokorrektur zu Deinen Klausuren, begleitete Lerngruppe, feste Ansprechpartner. Legalexo ist von dem Konzept so überzeugt, dass sie Dir sogar garantieren, dass Du Dein Staatsexamen bestehst: Dank der Examensgarantie zahlst Du nur, wenn Du am Ende auch bestanden hast.

 

19. Die mündliche Prüfung im ersten Staatsexamen

Nach den Klausuren hast Du noch die mündliche Prüfung. Wie die funktioniert und was Du dabei beachten solltest, haben wir Dir im folgenden Abschnitt erklärt.

Wann solltest Du mit der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung anfangen?

Mit der eigentlichen Vorbereitung beginnst Du, sobald Du Deine Ladung hast. Vorher fehlt Dir die wichtigste Information: wer Dich prüft.

Eine Ausnahme gibt es. Die Prüfungsprotokolle solltest Du früh besorgen, weil ihre Beschaffung je nach Universität und Fachschaft etwas dauert. Sobald Du weißt, in welchem Termin Du geprüft wirst, kannst Du das anstoßen.

Was Du in der Wartezeit zwischen Klausuren und Ergebnis machst, ist eine andere Frage. Durchgehend weiterlernen ist nicht nötig und nach zwölf Monaten Vorbereitung auch nicht sinnvoll. Ein Praktikum, ein Nebenjob oder eine Reise sind die besseren Optionen. Danach hast Du noch genug Zeit.

Zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung kannst Du zum Beispiel die Erklärvideos von Legalexo nutzen.

 

Wann solltest Du mit der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung anfangen?

Nach den schriftlichen Klausuren solltest Du Dir zunächst ein paar Tage bis Wochen Pause gönnen. Die Klausurenphase ist anstrengend genug. Danach reicht es, den Stoff regelmäßig zu wiederholen und darauf zu achten, dass das Wissen aus der schriftlichen Vorbereitung nicht wieder verschwindet. Schließlich kann grundsätzlich derselbe Pflichtfachstoff auch mündlich geprüft werden.

Du musst dafür nicht wieder acht Stunden am Tag lernen. Sinnvoll sind kompakte Wiederholungen, zum Beispiel mit Zusammenfassungen oder Erklärvideos. Sobald Du Deine Ladung und die Namen der Prüfer:innen kennst, solltest Du außerdem vorhandene Prüfungsprotokolle auswerten.

 

Wie läuft die mündliche Prüfung ab?

In der Regel wirst Du gemeinsam mit mehreren anderen Kandidat:innen geprüft. Es gibt Prüfungsgespräche im Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichen Recht, jeweils mit einem Prüfer oder einer Prüferin für das entsprechende Rechtsgebiet.

Die Prüfung läuft als Gespräch ab. Fragen werden in die Runde gegeben, weitergereicht und teilweise aufeinander aufgebaut. Wenn Du bei einer Antwort nicht sofort weiterkommst, fragen Prüfer häufig nach oder geben einen neuen Denkanstoß. In einigen Bundesländern kommt zusätzlich ein Vortrag hinzu.

 

Was wird in der mündlichen Prüfung abgefragt?

Grundsätzlich kann der gesamte Pflichtfachstoff aus Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichem Recht geprüft werden. Häufig liegt der Fokus aber stärker auf den Grundlagen als bei den schriftlichen Klausuren.

Die Prüfer wollen sehen, ob Du juristische Zusammenhänge verstanden hast und spontan mit einer neuen Frage umgehen kannst. Deshalb geht es oft um grundlegende Strukturen, Definitionen oder kleine Fälle, die im Gespräch weiterentwickelt werden. Gelegentlich spielen auch aktuelle Entscheidungen oder aktuelle rechtliche Themen eine Rolle.

 

Wie bereitest Du Dich optimal auf die mündliche Prüfung vor?

Nutze die Zeit zunächst zur Wiederholung des bereits gelernten Stoffes. Jetzt geht es vor allem darum, Dein Wissen präsent zu halten. Kompakte Lernformate eignen sich dafür besonders gut. Bei Legalexo kannst Du beispielsweise mit den Erklärvideos größere Themengebiete in relativ kurzer Zeit wiederholen.

Sobald Du Deine Prüfer:innen kennst, solltest Du Dir außerdem Prüfungsprotokolle besorgen. Sie zeigen Dir, welche Themen und welche Art von Fragen einzelne Prüfer in der Vergangenheit bevorzugt haben. Verlass Dich aber nicht darauf, dass sich Fragen wiederholen. Nutze die Protokolle eher als Hinweis darauf, welche Bereiche Du vor der Prüfung noch einmal vertiefen möchtest.

 

20. Die häufigsten Fehler in der Examensvorbereitung

Zum Abschluss die Punkte, an denen es in der Praxis am häufigsten hakt. Die meisten davon lassen sich mit einer Entscheidung am Anfang vermeiden.

Ohne Lernplan starten. Wenn Du jeden Morgen neu entscheidest, was Du heute lernst, verlierst Du Zeit und arbeitest an dem, was Dir gerade leicht fällt.

Zu spät mit Klausuren anfangen. Der Klassiker. Wer im neunten Monat die erste Examensklausur schreibt, hat drei Monate, um eine Fähigkeit aufzubauen, die zwölf Monate braucht. Schreib die erste Klausur nach wenigen Wochen, auch wenn sie schlecht wird.

Klausuren schreiben, ohne sie nachzubereiten. Vierzig Klausuren ohne Auswertung bringen weniger als fünfzehn mit gründlicher Nachbereitung. Der Lerneffekt hängt nicht davon ab, wie viele Klausuren Du löst, sondern wie konstruktiv das Feedback ist.

Wiederholung vergessen. Stoff, den Du im zweiten Monat gelernt und danach nie wieder angeschaut hast, ist im Examen nicht verfügbar. Plane von Anfang an Zeit ein, um die Themen zu wiederholen.

Vollständigkeit anstreben. Niemand beherrscht den gesamten Stoff. Wer es versucht, verteilt seine Zeit gleichmäßig über Wichtiges und Unwichtiges. Priorisiere nach Examensrelevanz, nicht nach Stoffumfang.

Skripten abschreiben. Eigene Zusammenfassungen ganzer Skripten fühlen sich nach Arbeit an und produzieren Dokumente, die niemand mehr anschaut. Schreib nur auf, was Du danach zum Wiederholen benutzt.

Sich isolieren. Zwölf Monate allein am Schreibtisch sind ineffizient und mental hart. Eine Lerngruppe kostet zwei Stunden pro Woche und hilft Dir nicht allein zu sein.

Pausen streichen. Wenn Du ohne Pause lernst, führt das irgendwann zum Burn-Out. Pausen sind essenziell, damit Du die lange Zeit auch durchhältst.

Alle Fehler in der Examensvorbereitung, die Du vermeiden solltest, haben wir Dir in diesem ausführlichen Artikel erläutert: 10 Fehler in der Examensvorbereitung, die Du vermeiden solltest

 

Fazit: So gehst Du Deine Examensvorbereitung erfolgreich an

Eine erfolgreiche Examensvorbereitung braucht vor allem Struktur, regelmäßige Wiederholung und viel Klausurpraxis. Plane genug Zeit ein, arbeite den Stoff systematisch durch und fange früh damit an, Fälle und Examensklausuren zu lösen. Genauso wichtig ist gutes Feedback, damit Du aus Deinen Fehlern lernst und Deine Klausurtechnik Schritt für Schritt verbesserst.

Versuche dabei nicht, jedes Detail zu beherrschen. Entscheidend ist, dass die Grundlagen sitzen und Du unbekannte Fälle selbstständig lösen kannst.

Wenn Du diese Organisation nicht komplett selbst übernehmen möchtest, kannst Du dafür den Examenskurs von Legalexo nutzen. Dort sind Lernplan, Erklärvideos, Klausuren, persönliche Korrekturen, Lerngruppe, Ansprechpartner und aktuelle Rechtsprechung in einem Kurs gebündelt. Und ganz wichtig: Legalexo ist der einzige Anbieter mit einer Bestehensgarantie.

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